Raumfahrt: Curiosity soll 2020 Besuch bekommen

Nachdem die Curiosity-Mission bislang so erfolgreich verlaufen ist, plant die US-Raumfahrtbehörde Nasa schon den nächsten Schritt: 2020 will sie einen weiteren Rover zum Mars schicken. Um Kosten zu sparen, soll dieser weitgehend mit Curiosity identisch sein.

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Rover Curiosity: Ersatzteile im neuen Rover verbauen
Rover Curiosity: Ersatzteile im neuen Rover verbauen (Bild: Nasa)

Curiosity kommt gerade erst so richtig auf Touren, da plant die US-Raumfahrtbehörde Nasa schon einen Nachfolger: 2020 soll ein weiterer Rover zum Mars fliegen.

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"Mit dieser Mission stellen wir sicher, dass Amerika führend bleibt bei der Erforschung des Roten Planeten, und machen einen weiteren Schritt hin zu einer bemannten Mission dorthin in den 2030er Jahren", sagte Nasa-Chef Charles Bolden. Die Nasa hat ihr Marsprogramm während der Tagung der Amerikanischen Geophysikalischen Vereinigung (American Geophysical Union, AGU) bekanntgegeben, die derzeit in San Francisco stattfindet.

Die Nasa will diese Mission durchführen, obwohl die US-Regierung Anfang des Jahres deren Etat für die Planetologie um 20 Prozent gekürzt hatte. Um die Kosten möglichst gering zu halten, soll kein neuer Rover entwickelt werden. Stattdessen will die Nasa eine weitgehende Kopie von Curiosity zum Mars schicken.

Menschen und Material vorhanden

Für dieses Konzept sprächen mehrere Faktoren, sagte John Grunsfeld, Leiter des Science Mission Directorate der Nasa, auf einer Pressekonferenz: Zum einen sei das Team noch vorhanden, das Curiosity gebaut habe. Zum anderen seien für die Curiosity-Mission eine Reihe von Teilen doppelt produziert worden, die für den neuen Rover verwendet werden könnten. Darunter sei auch eine Radionuklidbatterie. Das ist der Energielieferant des Rovers, der die Wärme, die beim Zerfall von Plutonium-238 entsteht, in elektrische Energie wandelt.

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Die Verfügbarkeit der Teile, der Experten und ihrer Kenntnisse ermögliche es der Nasa, die Mission mit dem derzeitigen Etat und in der relativ kurzen Zeit durchzuführen, erklärte Grunsfeld. Die Nasa rechne mit Kosten in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar für das Vorhaben, berichtet das US-Nachrichtenangebot Cnet. Das ist 1 Milliarde US-Dollar weniger, als die Curiosity-Mission gekostet hat.

Weitere Mars-Missionen

Der neue Rover ist bereits die zweite Mars-Mission, die die Nasa dieses Jahr trotz der Etatkürzung angekündigt hat: Im August hat die Raumfahrtbehörde bekanntgegeben, dass sie 2016 ein Landefahrzeug namens Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport (Insight) zum Mars schicken will. Insight soll mit verschiedenen Instrumenten das Innere des Mars erforschen.

Zudem will die Nasa 2013 den Orbiter Mars Atmosphere and Volatile Evolution (Maven) zum Mars schicken, der die Atmosphäre des Planeten erforschen soll. Die Nasa hält auch an dem Programm Exomars fest: Zusammen mit ihrem europäischen Pendant Esa sollen 2016 und 2018 mehrere Raumfahrzeuge auf den Nachbarplaneten geschickt werden.

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