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Raumfahrt: China weiht ersten kommerziellen Raketenstartplatz ein

Chinas Raumfahrt hatte zuletzt einen Mangel an Startmöglichkeiten. Das soll sich ändern.
/ Werner Pluta
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Wenchang Commercial Space Launch Site im Bau (im Juni 2023): erster kommerzieller Raketenstartplatz in China (Bild: Oriental Image via Reuters Connect)
Wenchang Commercial Space Launch Site im Bau (im Juni 2023): erster kommerzieller Raketenstartplatz in China Bild: Oriental Image via Reuters Connect

China hat einen neuen Startplatz für Raketen in Betrieb genommen: Die Wenchang Commercial Space Launch Site ist der erste chinesische Raketenstartplatz für die kommerzielle Raumfahrt.

Die Wenchang Commercial Space Launch Site ist der fünfte Raketenstartplatz der Volksrepublik China. Er befindet sich auf Hainan, in der Nähe der von der Volksbefreiungsarmee betriebenen China Wenchang Spacecraft Launch Site. Die Insel im Südchinesischen Meer ist die südlichste Provinz des Landes.

Der Bau der Wenchang Commercial Space Launch Site begann im Sommer 2022. Eingeweiht wurde sie mit dem Start einer Rakete vom Typ Langer Marsch 12 am 30. November 2024. Die zweistufige Rakete hob um 22:25 Uhr Ortszeit (15:25 Uhr unserer Zeit) mit zwei Satelliten an Bord ab. Der Start sei ein Erfolg gewesen, teilte der chinesischen Raketenhersteller Shanghai Academy of Spaceflight Technology (SAST) später mit(öffnet im neuen Fenster) (Chinesisch).

Der Raketenstartplatz erlaubt eine höhere Startfrequenz

Mit dem fünften Raketenstartplatz verbessert China seine Raumfahrtfähigkeiten. So soll die Wenchang Commercial Space Launch Site eine höhere Startfrequenz von Raketen des Raumfahrtunternehmens China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) und anderer Anbieter ermöglichen.

Zu wenig Startmöglichkeiten sind laut dem auf Raumfahrtthemen spezialisierten US-Nachrichtenangebot Spacenews(öffnet im neuen Fenster) ein Grund, weshalb China weniger Raketenstarts durchführen kann als geplant: 2024 sollten rund 70 Langer-Marsch-Raketen sowie etwa 30 Raumfahrzeuge von kommerziellen Anbietern starten. Das wird voraussichtlich nicht erreicht. Neben Startmöglichkeiten fehlte es auch an wiederverwendbaren Trägerraketen.


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