Raumfahrt: China sucht internationale Partner für sein Mondprogramm

China will eine Basis auf dem Mond errichten. Die Missionen Chang'e 7 und 8 sollen die Errichtung der Mondstation vorbereiten. Für Chang'e 8 sucht China internationale Partner.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Der chinesische Lander Chang'e-3 auf der Mondoberfläche
Der chinesische Lander Chang'e-3 auf der Mondoberfläche (Bild: CNSA)

Bis 2030 will China eine bedeutende Weltraummacht werden. Bis zu diesem Zeitpunkt will die Volksrepublik eine Mondbasis am Südpol des Trabanten errichten, die dauerhaft bewohnbar sein soll.

Ursprünglich sollte diese Station rein robotisch sein und nur ab und zu Menschen empfangen. Da der Zeitpunkt der Errichtung der Mondbasis näher rückt, lädt China jetzt zur internationalen Zusammenarbeit ein.

Sowohl Länder als auch Organisationen sollen an der unbemannten Chang'e-8-Mission teilnehmen, um gemeinsam Projekte auf Missionsebene durchzuführen. Dies teilte die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA am Montag auf dem 74. internationalen Astronautenkongress in Baku (Aserbaidschan) mit.

Chang'e-8: Zwei Arten von Beteiligung möglich

Die Chang'e-8-Mission wird der Chang'e-7-Mission im Jahr 2026 folgen. Beide sollen nach Ressourcen auf dem Mond suchen und die Grundlagen für den Bau der von Peking geleiteten Internationalen Mondforschungsstation ILRS (International Lunar Research Station) in den 2030er Jahren schaffen.

Für die Chang'e-8-Mission können interessierte Parteien bis zum 31. Dezember 2023 eine Absichtserklärung bei der CNSA einreichen. Die endgültige Auswahl der Vorschläge wird im September 2024 erfolgen.

Zum einen kann man sich huckepack an der Chang'e-8-Mission beteiligen. Nach der Landung können die eigenen Module unabhängig von dem chinesischen Raumfahrzeug eingesetzt werden.

Die CNSA regte jedoch auch an, dass ihre Partner selbst Raumfahrzeuge starten und betreiben. Diese sollen Interaktionen mit den Raumfahrzeugen der Chang'e-8-Mission vornehmen. Dadurch könne die Mondoberfläche gemeinsam untersucht werden.

China will bis 2030 Astronauten auf dem Mond landen lassen

Zunächst einmal wird in der ersten Hälfte des Jahres 2024 die unbemannte Chang'e-6-Sonde zum Mond aufbrechen. Sie ähnelt der Chang'e-5-Mission, die 2020 Mondproben im Nordwesten der Mondvorderseite sammelte und zur Erde brachte. Chang'e-6 soll dies auf der Rückseite des Mondes durchführen.

Ähnlich wie beim US-amerikanischen Artemis-Programm will auch China Menschen auf den Mond bringen. Mit der dritten Artemis-Mission sollen die erste Frau und der nächste Mann – einer von ihnen soll PoC (Person of Color) sein – vermutlich im Jahr 2025 auf der Mondoberfläche landen. China wird dafür noch etwas länger benötigen, will aber dieses Ziel noch vor 2030 erreichen.

Eine Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen wird es nicht geben. Laut amerikanischen Recht ist es der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa vermutlich untersagt, mit China zusammenzuarbeiten. Das würde auch erklären, warum sich China nicht an der Internationalen Raumstation ISS beteiligen durfte.

Das Artemis-Abkommen haben bisher 29 Staaten unterzeichnet – darunter auch Deutschland und Indien. China konnte dagegen nur Russland und Venezuela zur Teilnahme an seinem Mondprogramm bewegen.

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