Raumfahrt: China macht Wiedereintritt von Raketen sicherer

Immer wieder fallen die Erststufen von chinesischen Raketen unkontrolliert auf die Erde zurück – eine Gefahr für bewohnte Gebiete. Dem möchte China nun entgegenwirken.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Start einer chinesischen Rakete
Start einer chinesischen Rakete (Bild: Pixabay)

Chinas Raumfahrtprogramm ist ambitioniert und in den letzten Jahren zu einer echten Konkurrenz auf dem internationalen Raumfahrtmarkt geworden. Doch die chinesische Raumfahrt hat ein Problem mit ihren Raketen: In den letzten Jahren stürzten immer wieder Erststufen unkontrolliert ab. Sie stellen damit ein potenzielles Risiko für bewohnte Gebiete dar.

Sowohl die amerikanische als auch die europäische Raumfahrtbehörde Nasa und Esa sehen das kritisch und beschreiben es unter anderem als unnötiges Risiko, insbesondere, weil die meisten chinesischen Startplätze im Landesinneren liegen.

Um das Risiko zu verringern, entwickelte die chinesische Akademie für Trägerraketen-Technologie, Calt (Chinese Academy of Launch Vehicle Technology), ein Fallschirmsystem für seine verbrauchten Erststufen. Damit soll der abgestürzte Raketenbooster zu vorher festgelegten Landezonen geleitet werden.

Absturzregion eingrenzbar

Das System wurde am 9. Juni 2023 erfolgreich an einer Rakete vom Typ Langer Marsch-3B (CZ-3B) getestet. Nach der Analyse der Testdaten und der Trümmerteile stellte das Missionsteam fest, dass das Fallschirmsystem dazu beigetragen hat, die Reichweite des Landebereichs um 80 Prozent zu verringern.

Die Calt-Forscher erklärten auch, dass sie beabsichtigen, die erste Stufe des superschweren Langer Marsch-9 (CZ-9) wiederverwendbar zu machen. Das neu erprobte System der Fallschirmlandesteuerung könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein.

Immerhin könnte die sanfte Landung der Booster dazu beitragen, einige Teile der Raketenbooster wiederverwendbar zu konstruieren. Bei welchen Raketentypen das System in Zukunft eingebaut wird, ist unklar. Zunächst war es erstmal ein Testlauf.

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