Das optische Modul soll Hubble in den Schatten stellen

Nach chinesischen Angaben soll das frei fliegende optische Modul mit einem zwei Meter großen Teleskopspiegel nur etwas kleiner als das Hubble-Weltraumteleskop sein. Im Vergleich zu dem inzwischen technisch veralteten amerikanischen Teleskop soll es die 300fache Fläche am Himmel mit ähnlicher Auflösung beobachten können. Der Start wird aber nicht vor 2022 stattfinden. Ähnlich wie Hubble wird auch das chinesische Teleskop von Astronauten im Orbit gewartet werden können.

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Das Teleskop wird sich aber im gleichen Orbit wie die Raumstation befinden. Es kann für Wartung, Reparaturen und Verbesserungen zur Raumstation zurückkehren, wo die gesamte Infrastruktur der Station zur Verfügung steht, ohne eine gesonderte Wartungsmission mit einem Raumschiff planen zu müssen. Neben astronomischen Beobachtungen soll das Teleskop auch für Erdbeobachtungen geeignet sein, was wohl auch zur Leistungsdemonstration chinesischer Spionagesatelliten dient. Auch das Hubble Space Telescope wurde zumindest aus Teilen von Spionagesatelliten gebaut.

Der Start der chinesischen Raumstation hat sich immer wieder verzögert. Das Zentralmodul Tianhe soll bereits 2016 fertiggestellt worden sein, im Gegensatz zur nötigen Trägerrakete Chang Zheng 5 (Langer Marsch 5). Mit rund 22 Tonnen Startmasse sind die Module zu schwer für andere Trägerraketen. Nach dem Fehlstart beim zweiten Testflug der Chang Zheng 5 im vergangenen Jahr verzögerte sich der ohnehin schon verspätete Start noch weiter. Die Ursache soll eine Fehlfunktion im Abgassystem der Turbopumpen der Haupttriebwerke gewesen sein.

Die Station wird von Deutschland aus nur schwer zu sehen sein

Die Raumstation wird dauerhaft drei Personen beherbergen, die mit Shenzhou-Raumschiffen zur Station gebracht werden. Beim Besatzungswechsel werden sich sechs Personen auf der Station aufhalten. Die Versorgung geschieht mit Tianzhou-Frachtern, die in Form und Aufbau weitgehend den Tiangong-1- und Tiangong-2-Raumstationen entsprechen sollen. Mit diesen Raumstationen wurden im chinesischen Raumfahrtprogramm Dockingmanöver und längere Aufenthalte im Weltraum erprobt.

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An Bord der chinesischen Raumstation sollen Experimente durchgeführt werden, die von den biologischen Auswirkungen der Schwerelosigkeit über Kristallisation von Proteinen und anderen Stoffen bis zum Verhalten von Feuer in der Schwerelosigkeit reichen. Internationale Partner können Experimente für vorhandene Instrumente vorschlagen oder eigene Instrumente zur Installation auf der Raumstation zur Verfügung stellen. Sie werden dann entweder schon vor dem Start auf der Station installiert oder später mit einem Tianzhou-Frachter gebracht.

Nach der Fertigstellung soll die Station zumindest zehn Jahre in einem 340 bis 450 km hohen Orbit bleiben. Mit einer Inklination von 41 bis 43 Grad wird der Orbit, anders als der der ISS, nicht über Deutschland verlaufen. Nur in Süddeutschland dürften gute Chancen zur Beobachtung der Station bestehen.

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 Raumfahrt: China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein
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bulli007 07. Aug 2018

Wer gesehen hat wie dreist Chinesen auf Messen alles abmessen und bis ins kleinste Detail...

Shik3i 08. Jun 2018

Und ohne eine ominöse geheime Kraft die den guten Clooney wegzieht. War bestimmt dunkle...

jsm 05. Jun 2018

"Warum können die Amerikaner sagen, wer nach welchen Regeln mitmachen darf? Genau darum...



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