Raumfahrt: China entwickelt wiederverwendbare Trägerraketen
China wendet sich von der Einmal-Rakete ab. Die künftige Mondrakete könnte wiederverwendbar sein.
China setzt auf wiederverwendbare Raketen. Das staatliche Raumfahrunternehmen China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) entwickelt zwei, die in absehbarer Zeit erstmals fliegen sollen.
CASC arbeite an zwei solcher Raketen, sagte Rong Yi der offiziellen chinesischen Tageszeitung Global Times. Rong ist die Chefkonstrukteurin der Raketen. Die kleinere habe einen Durchmesser von vier Metern, die größeren einen Durchmesser von fünf Metern.
"China hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich mit den Schlüsseltechnologien für wiederverwendbare Trägerraketen befasst", sagte Rong. "Die Fortschritte sind insgesamt sehr gut." Die Erstflüge sind für 2025 und 2026 geplant.
Das Schweben wurde bereits getestet
Für die Wiederverwendbarkeit seien vier Kategorien von Schlüsseltechnologien erforderlich, sagte sie: der präzise Abstieg der Rakete, eine stabile Landung und die anschließende Bergung, die Haltbarkeit der Rakete und schließlich eine schnelle Wartung und, falls erforderlich, Reparatur vor Ort. Das vertikale Schweben einer Rakete testete CASC im August vergangenen Jahres erfolgreich.
Unklar ist, um welche Raketen es sich handelt. Eine könnte die Langer-Marsch-10-Trägerrakete sein, berichtet das auf Raumfahrtthemen spezialisierte US-Nachrichtenangebot Spacenews. Es sei bekannt, dass diese einen Durchmesser von fünf Metern habe.
Die Langer-Marsch-10-Rakete soll eine wichtige Rolle im chinesischen Raumfahrtprogramm spielen: Damit sollen in Zukunft Menschen von China aus zum Mond fliegen. Diese Variante der Langer Marsch 10 soll 92 Meter hoch sein und 27 Tonnen Nutzlast tragen können. Die erste bemannte chinesische Mondmission soll noch in diesem Jahrzehnt starten.
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