Raumfahrt: Business Time für Rocketlab

Rocketlabs dritte Electron-Rakete "It's Business Time" ist am Sonntag erfolgreich gestartet. Nach den Testflügen "It's a Test" und "Still Testing" war es der erste reguläre Flug der 4,9 Millionen US Dollar teuren Kleinrakete und der zweite erfolgreiche. Nach einigen Fehlfunktionen beim ersten Flug und dem Austausch eines unzuverlässigen Steuergeräts nach dem zweiten Flug im Januar bereitet sich das Unternehmen auf die Serienproduktion der Rakete vor.
An Bord der Rakete waren sieben Satelliten, die vom neuseeländischen Mahia in einen 500 km hohen Orbit gelangten. Darunter war der Nabeo Satellit für die Münchner HPS GmbH.(öffnet im neuen Fenster) Der weniger als ein Kilogramm schwere Satellit soll ein Bremssegel testen, mit denen Satelliten am Ende ihrer Einsatzzeit durch die größere Reibung an der Restatmosphäre im niedrigen Erdorbit schneller abstürzen sollen.
Deutscher Satellit testet Weltraumsegel
Dazu kommt der Satellit Cicero,(öffnet im neuen Fenster) der Abweichungen von GPS-Funksignalen auswertet, nachdem diese die Erdatmosphäre durchdrungen haben. Aus den Abweichungen von den präzisen GPS-Signalen sollen Temperatur, Dichte, Druck und Wassergehalt der Luft ermittelt werden. Eine ähnliche Aufgabe haben die beiden Lemur Satelliten von Spire Global, die zusätzlich ADS-B Signale zur Flugzeugortung auswerten.(öffnet im neuen Fenster) Hinzu kommen zwei Proxima Satelliten,(öffnet im neuen Fenster) die einmal eine Konstellation von Cubesats für Verbindungen im Internet of Things bilden sollen. Der letzte Satellit ist Irvine 01, ein Ausbildungsprojekt zum Bau, Test und zur Steuerung von Cubesats.
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Im Dezember soll die vierte Electron-Rakete mit zwölf Experimentalsatelliten für die Nasa(öffnet im neuen Fenster) starten. Auch einer dieser Satelliten soll ein Segel testen, allerdings als Antriebskonzept. Cubesail(öffnet im neuen Fenster) soll aus einem 260 Meter langen, aber nur 7,7 cm breiten Band bestehen, dessen Entfaltung zwischen zwei kleinen Cubesats getestet werden soll. Bis das Unternehmen die geplante Startfrequenz von einer Rakete pro Woche erreicht, wird es allerdings noch länger dauern.