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Raumfahrt:
Boeings Starliner-Raumschiff hat Fehlfunktion bei Testflug

Eigentlich sah alles gut aus beim beim ersten Testflug von Boeings neuem Raumschiff. Doch das geplante Einschwenken in einen Übergangsorbit zur Internationalen Raumstation wurde 37 Minuten nach dem Start plötzlich verschoben. Inzwischen erklärte sich die Nasa in einer Pressekonferenz zu der Mission.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Das Starliner-Raumschiff, hier als Computergrafik, auf dem Weg zur ISS (Bild: Boeing)
Das Starliner-Raumschiff, hier als Computergrafik, auf dem Weg zur ISS Bild: Boeing

Am 20. Dezember um 13:36 Uhr Mitteleuropäischer Zeit war es so weit: Boeings neues Raumschiff, der CST-100 Starliner,(öffnet im neuen Fenster) hob zu seinem ersten Testflug ohne Besatzung ab. Drei Stunden vorher hatte sich das sogenannte Blue Team nochmals an Bord des Raumschiffs auf der voll betankten Rakete begeben, um dort die gleichen Startvorbereitungen durchzuführen, mit denen später die Besatzung an Bord gehen würde. Diesmal blieb nur ein Plüsch-Snoopy zurück. Eine Stunde vor dem Start waren die Vorbereitung abgeschlossen. Dann ging es auf den Weg zur Internationalen Raumstation ISS.

Laut Plan sollte das Raumschiff 15 Minuten nach dem Start in einem Orbit mit einem höchsten Punkt von 181 Kilometern und einem niedrigsten Punkt von 73 Kilometern ausgesetzt werden. Boeing spricht davon, dass das Raumschiff nun in einem stabilen Orbit sei. Allerdings würde es bereits nach einem Orbit abstürzen. Das Starliner-Raumschiff muss diesen Orbit mit eigenem Antrieb anheben, um nicht durch die Reibung der Restatmosphäre an Geschwindigkeit zu verlieren und wieder in die Atmosphäre einzutreten. Dieses Manöver sollte 37 Minuten nach dem Start durchgeführt werden. Stattdessen gab die Flugkontrolle bekannt, dass sich das Manöver verzögere. Es kann allerdings nur an bestimmten Stellen des Orbits durchgeführt werden. Immerhin gelang es, das Raumschiff in eine Fluglage zu versetzen, in der die Solarzellen die Akkus an Bord aufladen können.

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