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Raumfahrt: Boeing wiederholt Starliner-Testflug

Der erste Flug ist an einer Reihe von groben Fehlern gescheitert, jetzt muss der Testflug wiederholt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Starliner muss nochmal zum Testflug antreten.
Der Starliner muss nochmal zum Testflug antreten. (Bild: Boeing)

Bevor Boeings Starliner-Raumschiff mit den ersten Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS fliegt, wird es noch einen zweiten Testflug ohne Besatzung unternehmen. Das gab das Unternehmen in der Nacht zum Dienstag bekannt. Der Zeitpunkt des zweiten Fluges wurde nicht verkündet. Boeing wolle den Testflug wiederholen, um "die Qualität des Starliner-Systems zu demonstrieren".

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Auf dem ersten Flug geriet das Raumschiff kurz nach dem Start außer Kontrolle. Ursache war eine nicht programmierte Softwarefunktion zum Abruf der Systemzeit der Rakete kurz vor Abtrennung des Raumschiffs. Anschließend konnte das Raumschiff zur Korrektur des Fehlers lange nicht erreicht werden, weil das Funksystem durch Handysignale von der Erde gestört wurde. Der geplante Flug zur ISS musste daraufhin abgebrochen werden.

Erst wenige Stunden vor der Rückkehr zur Erde zwei Tage später wurde ein weiterer Softwarefehler entdeckt und behoben, diesmal fehlten korrekte Einträge in einer Tabelle von Steuerparametern. Diese hätten nach der Abtrennung der Astronautenkapsel vom Rest des Raumschiffs zu einer Kollision und der Beschädigung der Kapsel im All führen können.

Boeing erklärte, der zweite Flug solle es ermöglichen, "alle Ziele des Testflugs zu erreichen und die Leistung des zweiten Starliners auszuwerten". Das Geld für den zweiten Flug will das Unternehmen selbst aufbringen, dafür soll es schon kurz nach dem gescheiterten Testflug Rücklagen von 410 Millionen US-Dollar gebildet haben.

Der Testflug führte zu einer Reihe von Untersuchungen der Nasa, die auch die Sicherheitskultur von Boeing betrafen. Dabei wurde klar, dass keine vollständig integrierten Tests der Steuersoftware zusammen mit der Flughardware durchgeführt worden waren. Ebenso wurde, um Zeit zu sparen, keine vollständige Simulation des zweitägigen Fluges vom Abheben der Rakete bis zum Andocken an der Raumstation durchgeführt.

Während der Untersuchungen des Testfluges äußerten sich Vertreter der Nasa trotz der schweren Fehler nicht zur Notwendigkeit eines zweiten Fluges. Laut Nasa kam Boeing nun dieser Entscheidung zuvor.

Boeing erhält für den Vertrag zum Transport von Astronauten zur ISS 4,8 Milliarden US-Dollar. Das Konkurrenzunternehmen SpaceX bekommt für die identische Leistung 3,1 Milliarden US-Dollar. Der erste Flug des Crew Dragon mit zwei Astronauten an Bord ist im Mai geplant.

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M.P. 07. Apr 2020

Die Landebahnen sind ja nicht verwaist - die werden vom alten Schönefelder Terminal...

Olliar 07. Apr 2020

Gibt es wirklich Leute die in dem Ding von dieser Firma freiwillig fliegen würden? Ich...

Anonymer Nutzer 07. Apr 2020

Wenn ich mir anschaue was die Softwarespezialisten von Boeing im Moment so leisten (737...


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