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Die Nasa ist von der eigenen Bürokratie überfordert

Aber nicht nur die Firmen beklagen die Last der Bürokratie, auch Angestellte der Nasa selbst befürchten, dass sie von der Arbeitslast in den nächsten beiden Jahren überfordert werden. Von 89 sicherheitsrelevanten Aspekten hat Boeing bisher zwei zertifizieren lassen, SpaceX noch keine. Für die große Zahl von Anträgen und Dokumenten, die zur Zertifizierung der restlichen Sicherheitsaspekte begutachtet werden müssen, stünden schlicht nicht genug Zeit und Mittel zur Verfügung. Dabei ist das bei der Einschätzung der Zeitpläne noch nicht einberechnet.

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Die Unterbehörden der Nasa teilten dem GAO auch mit, dass es gut wäre, nach Abschluss der Zertifizierung die gemachten Erfahrungen ("lessons learned") mit den jeweils anderen Unterbehörden der Nasa zu teilen, um künftig effektiver arbeiten zu können. Derzeit kann die Nasa die Informationen, die ihr zur Verfügung gestellt werden, nicht effektiv nutzen. Der Erfahrungsaustausch der Unterbehörden würde Arbeitsprozesse, Instrumente, Qualität, Sicherheit und Kosteneffizienz in der Zertifizierung stark verbessern. Aber dafür gibt es keinerlei Pläne bei der Zentralverwaltung der Nasa.

Ein weiterer Kritikpunkt besteht in der Aufsicht über die Sicherheit und die Durchführung des Programms innerhalb der gesetzten Kosten- und Zeitpläne. Diese beiden Positionen stehen in Konkurrenz zueinander, da die Einhaltung von Zeit und Kosten in der Vergangenheit zu Kompromissen in der Sicherheit geführt hat. Die Nasa hat diese beiden Positionen mit der gleichen Person besetzt. Nach den Bundesrichtlinien der USA sollen solche Ämter eigentlich getrennt werden, um das Potential für menschliche Fehler, Amtsmissbrauch und Betrug zu vermindern.

Die Nasa will bekannte Verspätungen nicht öffentlich machen

Das GAO machte in seinem Bericht im April 2018 an die Nasa fünf Empfehlungen. Der Abschlussbericht enthält die Reaktion darauf. Demnach wird die Nasa einen Ausweichplan erarbeiten, um US-Astronauten zur ISS zu bringen. Die Nasa wird auch einen Erfahrungsaustausch nach der Zertifizierung organisieren, aber wohl nur bezüglich des Risikos, eine Crew zu verlieren. Auch die Rolle der Sicherheits- und Programmaufsicht soll getrennt werden.

Die Nasa lehnte es jedoch ab, die bekannten Risiken im Zeitplan der Vertragsfirmen (Boeing und SpaceX) in ihren vierteljährlichen Berichten an den Kongress zu nennen. Die Nasa stellte zwar klar, dass das akzeptable Risiko, eine Crew zu verlieren, bei 1:270 liegt und jedes schlechtere Ergebnis eine Ausnahmegenehmigung bei der Zertifizierung benötigen wird. Aber eine Vereinheitlichung der Sicherheitsstandards über die einzelnen Teilbehörden lehnte die Nasa ab, obwohl sie zugab, dass sie verwirrend sind.

Das GAO ist als Aufsichtsbehörde der Regierung nicht für die Evaluierung der Arbeit von Boeing und SpaceX zuständig. Deshalb konzentriert sich die Kritik auch vor allem auf die Arbeit der Nasa. Das GAO machte aber mehrfach deutlich, dass die veröffentlichten Zeitpläne der Firmen nach internen Einschätzungen der Nasa zu optimistisch sind. Sie sehen erste Flüge mit Besatzung bereits 2019 vor und sind wahrscheinlich nicht einzuhalten.

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 Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
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bofhl 09. Aug 2018

Ja, es gibt eine Reserve! Zusätzlich kommen immer wieder Versorgungs-Sojus hoch, die...

bofhl 09. Aug 2018

Nop, die haben schlicht keine Techniker, die was prüfen könnten! (die müssen sich auch...

bofhl 09. Aug 2018

Liegt an den alten Verträgen von Boeing! Die haben damit so was wie eine Art von...

bofhl 09. Aug 2018

Nein, das Hauptproblem der NASA ist das dort aktuell mehr Manager ohne Verbindung zu...

tingelchen 01. Aug 2018

Oh man xD


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