Abo
  • IT-Karriere:

Raumfahrt: Blue Origin landet Raketenstufe

Sanfte Landung: Das US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin hat einen erfolgreichen Test mit einer Rakete durchgeführt. Diese stieg gut 100 Kilometer auf und landete sanft auf der Erde.

Artikel veröffentlicht am ,
Raketenstufe von Blue Origin: Weltraumtouristen dürfen einige Minuten schweben.
Raketenstufe von Blue Origin: Weltraumtouristen dürfen einige Minuten schweben. (Bild: Blue Origin)

Eine Rakete von Blue Origin, dem Raumfahrtunternehmen des Amazon-Gründers Jeff Bezos, hat am Montag einen Flug bis knapp über die Grenze zum Weltraum vollführt und ist danach wieder gelandet. Es war das erste Mal, dass eine herkömmliche Raketenstufe in den Weltraum geflogen und erfolgreich wieder gelandet ist.

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt München, München
  2. Evangelische Landeskirche in Württemberg, Stuttgart

Die New Shepard erreichte die geplante Höhe von 100,5 km und die 3,74-fache Schallgeschwindigkeit. Von orbitalen Geschwindigkeiten ist man damit weit entfernt, dafür müsste die Kapsel über sechsmal so schnell fliegen. Benannt ist die Kapsel nach Alan Shepard, dem ersten US-Astronauten.

New Shepard landet am Fallschirm

Mit der New Shepard sollen Weltraumtouristen in einer Kapsel für einen sechsstelligen US-Dollar-Betrag einige Minuten Schwerelosigkeit erleben können - wie der Namensgeber. Bei der Rückkehr hängt die Kapsel mit den Passagieren an einem Fallschirm. Die Landung der Kapsel ist dann ähnlich unsanft wie bei der russischen Sojus. Die Raketenstufe kehrt allein zur Erde zurück.

Das Besondere ist die sanfte Landung der Raketenstufe, worauf Blue Origin auch mächtig stolz ist. Die Stufe fällt nach dem Flug frei zum Boden herunter, gesteuert von einer großen ringförmigen Flosse am oberen Ende der Stufe. Zu der Flosse kommen noch einige Klappen, die den Luftwiderstand erhöhen und die Fallgeschwindigkeit verringern. Bevor die Stufe abstürzt, wird das Haupttriebwerk neu gestartet, um die Stufe über dem Boden abzubremsen. Kurz vor dem Aufsetzen wird das Triebwerk so weit gedrosselt, dass der Schub nur noch das Restgewicht ausgleicht und die Rakete sanft aufsetzt.

Blue Origin entwickelt eigenes Triebwerk

Das Triebwerk BE-3 ist eine Neuentwicklung von Blue Origin, ein Triebwerk im Tap-off-Zyklus. Dabei wird die Turbine für die Treibstoffpumpe direkt mit Gasen aus einem kälteren Bereich der Brennkammer angetrieben und auf einen eigenen Gasgenerator verzichtet. Würde man die heißen Gase aus der Brennkammer direkt benutzen, würde die Turbine nach kurzer Zeit schmelzen oder zumindest das Material der Schaufeln so sehr schwächen, dass sie versagten.

Den Ingenieuren von Blue Origin ist es gelungen, das Triebwerk auch noch bei 20 Prozent des Maximalschubs zu betreiben. Viele andere Triebwerke können nur auf 30 Prozent bis 50 Prozent des Schubs gedrosselt werden, bevor die Verbrennung instabil wird.

Die Rakete schwebt

Allerdings deutet der Restschub von 20 Prozent auf ein ernsthaftes Gewichtsproblem hin. Wenn die New Shepard damit noch schweben kann, dann muss sie extrem schwer sein. Um zu schweben, muss die Rakete bei der Landung noch wenigstens ein Viertel der Startmasse haben. Das alles, obwohl die Kapsel mit den Astronauten abgetrennt wurde. Der Anteil des Treibstoffs dürfte nicht viel größer als die Hälfte der Startmasse sein. Typischerweise liegt dieser Anteil bei Raketenstufen mit Wasserstoffantrieb bei etwa 90 Prozent. Das hohe Leergewicht der Rakete dürfte dann auch der Grund für die geringe Leistung sein.

Die Landung der New Shepard ist sicherlich bemerkenswert, aber von einer Rakete zum Flug in den Orbit ist sie noch weit entfernt. Von einem Durchbruch kann man nicht sprechen, von beeindruckenden Bildern dagegen schon.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 189€
  2. 319€/429€
  3. (u. a. HP Omen X 25 240-Hz-Monitor für 479€ und Apple iPhone 6s Plus 32 GB für 319€ und 128...

Moe479 23. Jan 2016

interessant währe es schon gleich dierekt auf der startmulde wieder zu landen, tanken und...

PanicMan 25. Nov 2015

Ich schätze der sitzt gerade in einem Hinterraum und macht Pläne für den Aufkauf der...

WoBleibtMeinKaf... 25. Nov 2015

@Moe479 Wie bekommst du das Flugzeug in über 100km Höhe? Oder habe ich da was bei deiner...

Frank... 24. Nov 2015

Die Spielverderberantwort ist, dass dort eine Ringförmige Steuerflosse ist und darüber...

layer8 24. Nov 2015

da fehlt Werbung von Dildoking =)


Folgen Sie uns
       


Snapdragon 850 - ARM64 vs Win32

Wir vergleichen native ARM64-Anwendungen mit ihren emulierten x86-Win32-Pendants unter Windows 10 on ARM.

Snapdragon 850 - ARM64 vs Win32 Video aufrufen
Acer Predator Thronos im Sit on: Der Nerd-Olymp
Acer Predator Thronos im Sit on
Der Nerd-Olymp

Ifa 2019 Ob wir es nun den eisernen Thron oder den Sitz der Götter nennen: Der Predator Thronos von Acer fällt auf dem Messestand des Herstellers schon auf. Golem.de konnte den skurrilen Stuhl ausprobieren. Er ist eines Gaming-Kellers würdig.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Nitro XV273X Acer baut ersten Monitor mit IPS-Panel und 240 Hz
  2. Acer Beim Predator-Notebook fährt die Tastatur wie eine Rampe aus
  3. Geräte für Mediengestalter Acer gibt Verfügbarkeit der Concept-D-Laptops bekannt

Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet
Galaxy Fold im Hands on
Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet

Ifa 2019 Samsungs Überarbeitungen beim Galaxy Fold haben sich gelohnt: Das Gelenk wirkt stabil und dicht, die Schutzfolie ist gut in den Rahmen eingearbeitet. Im ersten Test von Golem.de haben wir trotz aller guten Eindrücke Bedenken hinsichtlich der Kratzempfindlichkeit des Displays.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orbi AX6000 Netgears Wi-Fi-6-Mesh-System ist teuer
  2. Motorola Tech 3 Bluetooth-Hörstöpsel sind auch mit Kabel nutzbar
  3. Wegen US-Sanktionen Huawei bringt Mate 30 ohne Play Store und Google Maps

    •  /