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Raumfahrt: Artemis-Mondrakete beschädigt Startrampe

Der Start und die Mission der Nasa zum Mond verlaufen planmäßig. Auf der Erde hat die Rakete jedoch einigen Trubel verursacht.

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Start der Artemis-I-Mission: ein "sehr sauberes System" (Bild: Bill Ingalls/Nasa)

Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) ist stolz auf den Start ihrer neuen Mondrakete. Doch die hat auf der Erde beim Start einigen Schaden angerichtet.

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Das Space Launch System (SLS) war vom Startplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Der Start am 16. November selbst verlief reibungslos. Das gilt allerdings nicht für die Startrampe: Der Launch Complex-39B habe einige Schäden davon getragen, berichtet das auf Raumfahrtthemen spezialisierte US-Nachrichtenangebot Space.com.

Zwei Tage nach dem Start erklärte Mike Sarafin, Leiter der Artemis-1-Mission, dass es zu Schäden gekommen sei. Die Startrampe musste immerhin Temperaturen von mehr als 1.600 Grad Celsius aushalten. Wo die stärkste Rakete der Welt abhebe, sei nicht die netteste Umgebung - insofern sei mit Schäden zu rechnen gewesen.

In einer zweiten Pressekonferenz in dieser Woche nannte Sarafin Details: So sei die Farbe am Turm und auf dem Deck verbrannt, ebenso diverse Kameras auf der Rampe. Daneben seien einige der Stickstoff- und Heliumleitungen leicht beschädigt worden. Den schwersten Schaden haben wohl die Aufzüge davongetragen: Die Türen und Teile der Rahmen wurden weggerissen. Der Druck habe die Aufzugtüren weggesprengt, die Aufzüge seien deshalb nicht funktionsfähig, sagte Sarafin.

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Die Schäden seien allerdings überschaubar und beträfen "nur einige wenige Bereiche", sagte Sarafin. Das SLS sei ein "sehr sauberes System".

Unklar hingegen ist der Fund von Dichtmasse von der Basis der Orion-Kapsel. Diese könnte beim Start weggeflogen sein. Es könnte aber auch sein, dass sie zu dem Streifen Dichtmasse gehört, der sich während Tropensturms Nicole gelöst hatte.

Die Orion-Kapsel mit dem Europäischen Servicemodul ist unterdessen in eine Umlaufbahn des Mondes eingetreten. Sie hat sich dabei dem Mond auf 130 Kilometer genähert. So nahe war dem Mond kein Raumfahrzeug mehr seit Apollo 17.

An Bord der Orion sind keine Menschen. Die Besatzung der Kapsel besteht aus zwei lebensgroßen Phantomen, humanoide Torsi, an denen die Strahlenbelastung gemessen werden soll, der ein Mensch bei einem Flug zum Mond ausgesetzt ist. Außerdem ist Shaun das Schaf mit dabei.