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Raumfahrt: 2019 - Die Rückkehr des Mondfiebers?

50 Jahre nach den ersten Menschen auf dem Mond sollen vier Raumsonden dort landen. Die Amerikaner planen derweil, im Jahr 2019 Menschen wenigstens bis zur ISS zu fliegen. Andere hoffen auf schnelles Satelliteninternet und Steine von weit, weit weg.

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Der Mond bekommt 2019 viel Gesellschaft - allerdings keine menschliche.
Der Mond bekommt 2019 viel Gesellschaft - allerdings keine menschliche. (Bild: Nasa)

Das Raumfahrtjahr 2019 beginnt gleich am 1. Januar mit einer einmaligen Gelegenheit. Nachdem die Raumsonde New Horizons den Kleinplaneten Pluto untersucht hatte, setzte sie Kurs auf den Asteroiden 2014 MU69, der inzwischen den Spitznamen Ultima Thule trägt. Über den offiziellen Namen soll erst nach dem Vorbeiflug entschieden werden. Das Hubble-Weltraumteleskop entdeckte den Asteroiden in mehr als der 40-fachen Entfernung der Erde von der Sonne, als die Nasa nach dem Vorbeiflug am Pluto nach weiteren Zielen für die Raumsonde suchte.

Bei seiner Entdeckung wurde Ultima Thule noch auf 40 Kilometer Durchmesser geschätzt, etwas weniger als die äußeren Plutomonde Nix und Hydra. Letztes Jahr wurde der Asteroid bei einer Sternbedeckung genauer untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass es sich wohl um mindestens zwei Asteroiden mit rund 20 Kilometer Durchmesser handelt. Endgültige Aufklärung über Ultima Thule werden erst die Bilder des Vorbeifluges am Neujahrstag bringen.

China landet auf der anderen Seite des Mondes

Noch spannender wird der Rest des Jahres, in dem es nicht nur bei Vorbeiflügen an Himmelskörpern bleiben wird. Mit viel Glück, wenn alles funktioniert und alle Zeitpläne eingehalten werden, wird es 2019 nicht weniger als vier Landungen auf dem Mond geben! Die erste dieser Missionen befindet sich schon jetzt in einem Orbit um den Mond. Mit der Mondsonde Chang'e 4 soll zum ersten Mal überhaupt eine Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes, im Von-Kármán-Krater, stattfinden.

Der Lander wurde ursprünglich als Ersatz für den Mondlander Chang'e 3 mit dem Rover Yutu gebaut, falls dessen Landung scheitern sollte. Der Mondlander von Chang'e 3 funktioniert noch immer, auch wenn das einzige verbliebene Instrument ein UV-Teleskop ist. Chang'e 3 musste inzwischen allerdings bis zur Landung von Chang'e 4 in den Ruhezustand versetzt werden, um den Funkverkehr nicht zu stören.

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Noch im Januar geht es weiter mit den Mondmissionen. Für den 30. Januar ist der Start von Chandrayaan-2 mit einer indischen GSLV-Mark-III-Rakete vorgesehen, nachdem sie ihre ersten Testflüge bereits erfolgreich absolviert hat. Die Trägerrakete ist wesentlich leistungsfähiger als die PSLV, mit der die Vorgängermission Chandrayaan-1 als reiner Mondorbiter gestartet ist. Die viel ambitioniertere Mission Chandrayaan-2 besteht, trotz der Missionskosten von umgerechnet nur rund 110 Millionen Euro, aus einem Orbiter, einem Lander und einem Mondrover. Der Landeort befindet sich auf 70 Grad südlicher Breite auf dem Mond.

Eine viel kleinere Trägerrakete will die Firma Moon Express für eine kommerzielle Mondmission nutzen. Die in Neuseeland gegründete Firma Rocketlab hat in diesem Jahr ihre nur 12,5 Tonnen schwere Electron-Rakete bereits dreimal erfolgreich gestartet, darunter war ein Flug für die Nasa. Mit dieser Rakete soll im Juni, zum 50. Jahrestag der Mondlandung von Apollo 11, die Mission Lunar Scout MX-1 gestartet und ein kleines Teleskop zum Südpol des Mondes gebracht werden.

Steine von Mond und Asteroiden kommen zur Erde 
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Conos 14. Jan 2019

"Da werden zig Millionen verballert, um auf den Mond zu kommen. Und hier auf der Erde...

bionade24 07. Jan 2019

IMO ist das schon okay, aber es müsste eine Abgabe geben, damit die Großen...

svt (Golem.de) 27. Dez 2018

Danke fürs Aufpassen, korrigiert der Satz ist.

Kleba 26. Dez 2018

... damit ist ja schon absehbar, dass die Raumfahrt-News nächstes Jahr verlässlich...


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