Steine von Mond und Asteroiden kommen zur Erde

Noch eins draufsetzten will China aber am Ende des Jahres mit Chang'e 5. Der Landeort dieser Mondsonde ist zwar wieder auf der erdzugewandten Seite, aber mit an Bord ist eine Rakete, die erstmals seit 1972 wieder Proben von Mondgestein zur Erde zurückbringen soll. Ursprünglich sollte die Mission sogar noch vor Chang'e 4 starten, aber Probleme mit der Trägerrakete führten zu Verzögerungen.

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Die Schwerlastrakete Chang Zheng 5 (Langer Marsch 5) hatte beim zweiten Flug eine Fehlfunktion der Wasserstofftriebwerke in der Hauptstufe, die daraufhin überarbeitet werden mussten. Ob die Mission noch pünktlich vor Ende des Jahres starten kann, wird sich beim nächsten Flug der Chang Zheng 5 mit dem experimentellen Kommunikationssatelliten Shijian-20 entscheiden. Der sollte bereits im November stattfinden, wurde dann aber auf das zweite Quartal 2019 verlegt.

Noch exotischere Gesteinsproben sollen die Missionen Hayabusa 2 und Osiris Rex zur Erde bringen. Schon 2018 ist die japanische Sonde in einen Orbit um den Asteroiden Ryugu eingeschwenkt, während Osiris Rex den Asteroiden Bennu umkreist. Beide Sonden sollen noch 2019 auf den Himmelskörpern landen. Anschließend wird die japanische Raumfahrtorganisation Jaxa Hayabusa 2 im Dezember das Signal zur Rückkehr zur Erde schicken, wo sie im Dezember 2020 ankommen wird. Nach den aktuellen Plänen werden sich die Forscher der Nasa hingegen bis zum 23. September 2023 bis zur Rückkehr von Osiris Rex gedulden müssen.

Die ISS bekommt Besuch, der Mars hat schon

Bereits gelandet ist die Sonde Mars Insight. Deren hochempfindliche Seismometer wurden noch vor Weihnachten auf der Marsoberfläche abgesetzt. Das HP3-Instrument, das sich wie ein Maulwurf drei bis fünf Meter tief in den Untergrund graben soll, ist aber noch an Bord des Landers. Ob dessen Einsatz gelingt, ist inzwischen fraglich. Denn Bilder von der Unterseite des Landers zeigten größere Steine, die bis zur Landung mit den Raketentriebwerken von einer dünnen Sandschicht bedeckt waren. Das Gerät kann aber nur mit Steinen bis fünf Zentimeter Durchmesser umgehen.

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Spannend ist aber nicht nur die Mission von Mars Insight, sondern auch das Schicksal des Marsrovers Opportunity. Der Rover hat sich nicht mehr gemeldet, seit er vor über einem halben Jahr in einen Staubsturm geriet. Derzeit sendet die Nasa noch regelmäßig Signale zum Mars in der Hoffnung auf eine Antwort. Im Januar soll aber bereits zum zweiten Mal über ein mögliches Ende der Kontaktversuche beraten werden. Es wird also knapp für den dienstältesten Rover auf dem Mars.

Viel näher an der Erde befindet sich die Internationale Raumstation (ISS), die seit dem letzten Flug des Spaceshuttles nur von russischen Raumschiffen mit Besatzung angeflogen wird. 2019 sollen nun wieder Menschen mit amerikanischen Raumschiffen zur ISS fliegen. Dafür wird SpaceX im Januar einen ersten Testflug mit dem Crew-Dragon-Raumschiff unternehmen, im März gefolgt vom CST-100 Starliner von Boeing. Die ersten Flüge mit einer Crew an Bord sind bei SpaceX für Juni und bei Boeing im August geplant.

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 Raumfahrt: 2019 - Die Rückkehr des Mondfiebers?Startschuss für das Satelliteninternet und viele kleine Raketen 
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Conos 14. Jan 2019

"Da werden zig Millionen verballert, um auf den Mond zu kommen. Und hier auf der Erde...

bionade24 07. Jan 2019

IMO ist das schon okay, aber es müsste eine Abgabe geben, damit die Großen...

svt (Golem.de) 27. Dez 2018

Danke fürs Aufpassen, korrigiert der Satz ist.

Kleba 26. Dez 2018

... damit ist ja schon absehbar, dass die Raumfahrt-News nächstes Jahr verlässlich...



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