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Komet Tschurjumow-Gerassimenko: zehn Jahre Anreise zur Gummiente
Komet Tschurjumow-Gerassimenko: zehn Jahre Anreise zur Gummiente (Bild: Esa/Rosetta/MPS for Osiris Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/Inta/UPM/DASP/Ida)

Unfälle von Virgin Galactic und Orbital Sciences

Am 31. Oktober führte das Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic nach längerer Pause wieder einen Testflug mit dem Spaceship Two durch. Erstmals hatte Virgin Galactic das Raketenflugzeug mit einem neuen Treibstoff befüllt. Dieser war zuvor intensiv am Boden getestet worden.

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Wie üblich hatte das Trägerflugzeug Whiteknight Two das etwa 18 Meter lange Raketenflugzeug bis in eine Höhe von etwa 15.000 Metern transportiert und dann ausgeklinkt. Nach einem kurzen Fall zündete planmäßig das Raketentriebwerk von Spaceship Two. Etwa elf Sekunden später zerbrach das Raketenflugzeug in der Luft.

US-Behörde ermittelt

Der Kopilot kam bei dem Unglück ums Leben. Der Pilot kam am Fallschirm auf die Erde zurück und überlebte schwer verletzt. Das National Transportation Safety Board (NTSB), die US-Behörde für Transportsicherheit, schickte umgehend ein Team in die Mojave-Wüste im Bundesstaat Kalifornien, um den Absturz zu untersuchen.

Die Aufklärung sei kompliziert und werde sich hinziehen, erklärte NTSB-Direktor Christopher Hart nach wenigen Tagen. Eine Explosion des Triebwerks mit dem neuen Treibstoff hielt er für unwahrscheinlich, da die Ermittler Triebwerk und die Tanks intakt gefunden hätten. Das spreche gegen eine Explosion.

Wurde ein Manöver zu früh eingeleitet?

Eine mögliche Erklärung könnte ein falsches Manöver gewesen sein. Das Feathering, das das Raketenflugzeug beim Abstieg abbremst, sei zu früh eingeleitet worden, sagte Hart.

Für das Feathering wird laut Hart erst vom Kopiloten das System entsperrt. Im zweiten Schritt wird es aktiviert. Der erste Schritt sei zu früh erfolgt. Das zweite Kommando sei aber nicht gegeben worden. Das Manöver sei ohne Kommando eingeleitet worden. Der NTSB-Chef wollte sich aber nicht festlegen, ob das die Unfallursache war. Er wollte auch einen Fehler der Piloten nicht ausschließen. Das Ergebnis der Untersuchung wird 2015 erwartet.

Virgin Galactic wollte Touristen ins All fliegen

Virgin Galactic wollte kommerzielle Raumflüge durchführen: Mit dem Spaceship Two sollten die zwei Piloten mit sechs Passagieren bis in eine Höhe von etwa 100 Kilometern aufsteigen. Aus dieser Höhe sollte sich den Insassen ein grandioser Blick auf die Erde bieten. Außerdem sollten sie einige Minuten lang schwerelos in der Kabine umhergleiten. 250.000 US-Dollar verlangte Virgin Galactic für den Ausflug ins All.

Ob Virgin Galactic diese Pläne umsetzen kann, ist noch unklar. Unternehmensgründer Richard Branson kündigte aber schon wenige Tage nach dem Unglück an, er wolle am Weltraumtourismus festhalten.

Trägerrakete Antares explodiert

Weniger dramatisch war es drei Tage zuvor auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Virginia zugegangen: Etwa 15 Sekunden, nachdem die Trägerrakete Antares vom Startplatz Wallops Flight Facility aus gestartet war, explodierte sie in einem großen Feuerball. Die Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences sollte den Raumtransporter Cygnus mit Versorgungsgütern zur ISS bringen.

Dabei hatte das Jahr ganz gut angefangen für Orbital Sciences: Anfang Januar startete die erste reguläre Cygnus-Mission - wenn auch mit einiger Verspätung. Für die jedoch waren andere verantwortlich: zuerst ein Defekt an der ISS, dessen Reparatur Priorität bekam, dann extrem niedrige Temperaturen und ein gigantischer Massenauswurf der Sonne, der die Bordelektronik der Antares hätte schädigen können.

Galileo-Satellit kreist falsch

Schwierigkeiten gab es auch - wieder mal - beim europäischen Satellitennavigationssystem Galileo: Im August transportierte eine russische Sojus-Trägerrakete zwei Satelliten dafür ins All - und setzte diese auf einer anderen Umlaufbahn als beabsichtigt aus: Statt auf einer runden kreisten die Satelliten auf einer elliptischen Erdumlaufbahn, und das auch noch zu niedrig.

Bis Ende November gelang es der Esa, den ersten der zwei Satelliten in eine andere Umlaufbahn zu bugsieren: Mit einer Reihe von Manövern wurde er in einen höheren, runderen Orbit transferiert. Dieser ist zwar nicht ideal, aber der Satellit könnte so als Teil der Galileo-Konstellation eingesetzt werden. Der zweite Satellit soll ebenfalls in einen höheren Orbit gebracht werden.

Allerdings wollen wir Sie nicht mit schlechten Nachrichten ins neue Jahr starten lassen. Deshalb schließen wir mit einer guten.

 Indien fliegt zum MarsOrion fliegt 

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Michael H. 30. Dez 2014

Solange ich mich selber nicht hochschießen kann ist alles umsonst :D

RandomCitizen 29. Dez 2014

Das wäre mal eine Idee, das HDEV Live-Bild als Desktop-Hintergrund zu verwenden :) http...



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