Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Ratgeber zu DDR5, DDR4 und DDR3: Was tun in Zeiten des RAM-Wuchers?

Viele schauen angesichts der enormen RAM -Preise wieder auf DDR4 und DDR3. Golem berät und gibt Tipps für den nächsten PC-Kauf.
/ Oliver Nickel
59 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der Arbeitsspeicher ist ein wichtiger Bestandteil des Desktop-PCs. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der Arbeitsspeicher ist ein wichtiger Bestandteil des Desktop-PCs. Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Ratgeber zu DDR5, DDR4 und DDR3: Was tun in Zeiten des RAM-Wuchers?
  2. Von SO-DIMM und DDR4
  3. Im Notfall tut es auch DDR3?

Bei einem Blick auf Preise für Arbeitsspeicher wird auch für Endkunden das Ausmaß der vielzitierten möglichen KI-Blase klar. DDR5-RAM ist mittlerweile sprichwörtlich Gold wert . Was also tun, wenn wir einen neuen Computer bauen wollen und mehrere Monate warten keine Option ist? Wir haben einige Ansätze zusammengetragen.

Die aktuelle Marktlage zeigt vor allem beim aktuellen DDR5-RAM rasante Preissteigerungen. Kostete etwa ein 32-GByte-Kit von Crucial mit 6.000 MHz im Sommer 2025 noch etwa 82 Euro, sind es mittlerweile 380 Euro. Kingston verkauft das Fury-Beast-Kit mit 32 GByte für mittlerweile 450 Euro; im Sommer 2025 war es noch 115 Euro wert.

Dieser Trend ist bei allen DDR-Speichermodulen zu sehen, wobei der Preis pro GByte RAM bei den günstigeren Modulen mit 8 und 16 GByte noch einmal signifikant höher ist. Wollen wir neuen RAM kaufen und haben nicht so viel Budget, dann würden wir trotzdem zu weniger Arbeitsspeicher greifen.

Gaming PC selbst zusammenbauen – Tutorial
Gaming PC selbst zusammenbauen – Tutorial (27:24)

Unsere Regel dabei: Für Computer, die größtenteils als Büroarbeitsplatz und eventuell zum Schauen von Filmen und Serien eingesetzt werden, reichen 16 GByte RAM weiterhin aus. Ein Gaming-PC ist am besten mit mindestens 32 GByte RAM ausgestattet. Dabei sollten wir gut überlegen, welche Spiele wir überhaupt spielen.

Counter-Strike 2 ist etwa weit weniger anspruchsvoll als etwa Cyberpunk 2077 oder der nächste Teil der Total-War-Reihe. Die Weltraumsimulation Star Citizen benötigt oft sogar merklich mehr als 32 GByte RAM, da sie als Spiel im Alpha-Stadium schlecht optimiert ist.

12 GByte für 120 Euro – besser wird es nicht

Ein Kompromiss ist ein neues Speichermodul mit DDR5, das erst seit wenigen Wochen angeboten wird. Die Signature-Premium-Module mit 12 GByte Kapazität sind für 120 Euro pro Stück erhältlich. Hier bekommen wir also 24 GByte DDR5-RAM für 240 Euro. Ein Nachteil: Diese Speicherriegel laufen mit recht langsamen Timings (CL46-46-46-90).

Timings geben an, wie viele Taktzyklen RAM-Bausteine für bestimmte Operationen benötigen. Hohe Timings bedeuten eine höhere Latenz, was sich in verminderter Leistung widerspiegeln kann. In der Praxis sind solche Zahlen aber nur dann relevant, wenn Anwendungen oder KI-Modelle stark vom Arbeitsspeicher abhängen. Auch, wenn wir Arbeitsspeicher als RAM-Disk verwenden, sind schnellere Speicherriegel performanter.

Spiele und produktive Apps können auch von schnelleren RAM-Timings und Taktfrequenzen profitieren. Die Unterschiede zwischen dem schnellsten (teuersten) und langsamsten RAM betragen hier aber oft weniger als fünf Prozent. Es ist deshalb eine gute Idee, auch nach langsameren DDR5-Riegeln Ausschau zu halten. Die niedrigste Taktrate, die aktuell auf dem Markt generell verfügbar ist, liegt bei 4.800 MHz.

Günstiger wird es nur, wenn wir entweder den Formfaktor des Arbeitsspeichers verändern oder auf eine ältere Generation schauen.


Relevante Themen