Raspberry: Vulkan-basierter Treiber für ältere Raspberry Pi verfügbar

Eine Freizeitentwicklung führt zum ersten fertigen Fast-Vulkan-Treiber für die Minicomputer.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch auf älteren Modellen: Software, die die Vulkan-API benutzt
Auch auf älteren Modellen: Software, die die Vulkan-API benutzt (Bild: Flickr/CC-BY-SA 2.0)

Für den Raspi 4 und seine Nachfolgemodelle wurde ein Vulkan-Treiber schon im Januar für einen nicht genannten Zeitpunkt angekündigt. Eine große Überraschung war das nicht, denn im Unterschied zu seinen Vorgängern bekam dieser Minicomputer eine neuere Broadcom-Videocore-GPU, die offiziell Vulkan unterstützt.

Stellenmarkt
  1. Informatikerin / Webentwicklerin (m/w/d) - Python, SQL, HTML, CSS
    Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Neuherberg bei München
  2. Systemadministrator (m/w/d) Windows
    Kittelberger GmbH Lichtsatz EDV Informationsverarbeitung, Reutlingen
Detailsuche

Jetzt aber gibt es Vulkan zuerst für die älteren Modelle. Der bei Nvidia arbeitende Entwickler Martin Thomas stellte am 19. Juni 2020 auf Twitter seinen in der Freizeit entwickelten Low-level-RPi-VK-Treiber vor. Raspberry Zero, Pi 1 bis 3 Model B+ sollen mit dem Treiber Vulkan unterstützen. Wobei das nicht ganz stimmt, denn der Treiber von Thomas umfasst nicht die ganze Vulkan-API, sondern nur ein Subset der Funktionen, wie Thomas auch selbst zugibt. Der Umfang reicht aber aus, um vkQuake3 bei 720p mit mehr als 100 Frames auf dem Raspberry Pi 3B+ mit Videocore IV laufen zu lassen, den die älteren Raspberys noch als GPU auf dem Board haben. Bei 1080p kommt der gleiche Rechner nur noch auf rund 70 Bilder pro Sekunde, was bei der limitierenden Hardware immer noch ein gutes Ergebnis ist.

Vor allem mit der Leistung bei 720p ist der Vulkan-Subset-Treiber somit deutlich schneller als der OpenGL-Treiber des Video Core IV. Dies liegt neben anderen Verbesserungen vor allem an einer optimaleren Speicherverwaltung und an der Übermittlung von Befehlen mit mehreren Threads.

Der Treiber bringt wichtige Funktionen wie MSAA-Support (multisample anti-aliasing) und Low Level Assembly Shaders mit. Um aber alle Vulkan-Funktionen zu unterstützen, ist die Hardware des Videocore IV einfach zu limitiert. So fehlen die GLSL Shaders, wie auf der Github-Seite des Projekts zu lesen ist.

Golem Akademie
  1. OpenShift Installation & Administration
    9.-11. August 2021, online
  2. PostgreSQL Fundamentals
    14.-17. September 2021, online
  3. Einführung in die Programmierung mit Rust
    21.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Auf der Seite finden sich auch eine Anleitung, den Treiber zu kompilieren, und eine Liste der Raspberry-Pi-Modelle, die den Videocore IV mitbringen und somit diese Implementierung des Vulkan-Subsets unterstützen. Der Initial-Commit des Projekts ist auf den 3. Mai 2018 datiert, Thomas arbeitete also bereits zwei Jahre an dem Treiber, bevor er ihn jetzt in der Version 1.0 vorstellte.

Zum Vergleich: Der Treiber für den Raspberry Pi 4 befindet sich noch nicht im Feature-Complete-Status, kann aber auch schon ausprobiert werden. Die Quellen dafür befinden sich in einem Open Repository, eine ausführliche Anleitung zum Bauen gibt es hier.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Probefahrt mit EQS
Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise

Der neue EQS von Mercedes-Benz widerlegt die Argumente vieler Elektroauto-Gegner. Auch die Komforttüren gefallen uns.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Probefahrt mit EQS: Mercedes schüttelt Tesla ab, aber nicht die Klimakrise
Artikel
  1. E-Scooter: Voi wird wegen angeblich unbegrenzter Fahrten abgemahnt
    E-Scooter
    Voi wird wegen angeblich unbegrenzter Fahrten abgemahnt

    Mit einer Tages- oder Monatskarte des E-Scooter-Anbieters Voi sollen Nutzer so viel fahren können, wie sie wollen - können sie aber nicht.

  2. Vidme: Webseiten blenden ungewollt Pornos ein
    Vidme
    Webseiten blenden ungewollt Pornos ein

    Eine Pornowebseite hat die verwaiste Domain eines Videohosters gekauft. Auf bekannten Nachrichtenseiten wurden daraufhin Hardcore-Pornos angezeigt.

  3. Datenbank: Facebook braucht schon Jahre für MySQL-Update
    Datenbank
    Facebook braucht schon Jahre für MySQL-Update

    Das Update von MySQL 5.6 auf das aktuelle 8.0 laufe bei Facebook wegen vieler Probleme schon seit "einigen Jahren" und ist noch nicht fertig.

demon driver 23. Jun 2020

H.264. Ich kann meine Aufnahmen tatsächlich in H.265 umkodieren (das kann sogar das freie...

ap (Golem.de) 22. Jun 2020

Schönen Gruß vom Boris: "Vulkan ist quasi ein näher auf die Harware programmierter...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • Asus TUF Gaming 27" FHD 280Hz 306,22€ • Samsung 970 Evo Plus 1TB 136,99€ • Gratis-Spiele im Epic Games Store • Alternate (u. a. be quiet Pure Wings 2 Gehäuselüfter 7,49€) • Philips 75" + Philips On-Ear-Kopfhörer 899€ • -15% auf TVs bei Ebay [Werbung]
    •  /