Bastler müssen zum Lötkolben greifen

Für Bastler wohl interessanter als die Videotauglichkeit ist der Strombedarf des Zero. Und hier zeigt er sich von seiner besten Seite, zumindest solange er nicht noch weitere Geräte per USB versorgen muss. Das Zero begnügt sich im günstigsten Fall mit 90 mA, unter Last steigt der Strombedarf auf 230 mA. So viel benötigt das Pi 2 schon im Leerlauf.

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Allerdings steht vor dem Einsatz als Messstation oder in der Heimsteuerung Handarbeit. Zuerst muss die GPIO-Leiste eingelötet werden. Wer etwas Erfahrung im Löten hat, sollte das problemlos in weniger als zehn Minuten schaffen. Anfänger könnten mit den relativ kleinen Lötflächen auf der Platine ihre Schwierigkeiten haben.

  • Raspberry Pi Zero (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rückseite des Raspberry Pi Zero (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse des Raspberry Pi Zero liegen praktischerweise an einer Seite. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Größenvergleich Raspberry Pi 2, Zero und Tinkerforge Red Brick (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fernzugriff auf das Zero erfolgt am praktischsten per serieller Schnittstelle. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Der Fernzugriff auf das Zero erfolgt am praktischsten per serieller Schnittstelle. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

So präpariert kann es in den Einsatz gehen. Kommt zum oben beschriebenen Kabelsalat auch noch der Testaufbau mit Hilfe von Jumper-Kabel, ist das Chaos auf dem Schreibtisch schnell komplett. Deshalb ist es auch hier praktischer, erst mit einem normalen Raspberry die Software einzurichten und zu programmieren und die so vorbereitete Micro-SD-Karte dann in das Zero zu stecken. Sollte es danach erforderlich sein, auf das verbaute Zero zuzugreifen, ohne eine Netzwerkschnittstelle zur Verfügung zu haben, so bietet sich hier für die serielle Schnittstelle auf der GPIO-Leiste an. Mit einem preiswerten Seriell-zu-USB-Adapter steht darüber eine Linux-Konsole zur Verfügung.

Fazit

Wer das Raspberry Pi Zero sinnvoll nutzen will, der sollte bereits einen seiner großen Brüder besitzen. Ansonsten wird die Einrichtung schnell zur Qual. Auch taugt das Zero trotz der ausreichenden Leistung nicht als günstigstes Media-Center aller Zeiten. Der Preisvorteil wird durch die erforderlichen Adapter und Peripherie wieder aufgefressen, ganz zu schweigen von dem damit einhergehenden Wust an Kabeln und externen Komponenten.

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Am besten dürfte sich das Zero machen, wenn es irgendwo versteckt in einer stillen, dunklen Ecke allein über die GPIO-Pins seine Aufgabe verrichten kann. Gerade in diesem Zusammenhang stellt sich aber die Frage, warum es auch auf dem Zero keine Alternative zur Stromversorgung per Micro-USB-Buchse gibt.

So lässt sich die Eingangsfrage eindeutig beantworten: Wer ein Bastelprojekt geplant hat, in dem das Raspberry Pi dauerhaft verbleiben soll, profitiert beim Zero vom geringen Preis, der kleinen Bauform und dem geringen Strombedarf. Wer das Raspberry Pi hingegen als flexiblen Alltagsrechner oder als Spielwiese nutzt, greift besser weiterhin zum Raspberry Pi 2.

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Nickel 22. Jun 2018

Habe das genau so gemacht, hat leider nicht funktioniert...

Crass Spektakel 02. Feb 2016

Dass billige Systeme lahm sind ist ja keine Kunst aber mal anders gefragt, was sind eure...

Anonymer Nutzer 01. Feb 2016

Also ich hatte von "geht ohne Treiber" über "wir basteln uns lustig was zusammen" bis hin...

Anonymer Nutzer 31. Jan 2016

Ich habe nicht behauptet das du USB über GPIO bekommst. Aber wer schon beim lesen...



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