Compute Module: Raspberry Pi 3 erscheint in der Industrie-Variante

In einem Interview(öffnet im neuen Fenster) kündigte Eben Upton, Erfinder des Raspberry Pi, eine überarbeitete Variante des Compute Moduls an. Es wird auf dem BCM2837-SoC von Broadcom basieren, genauso wie der Raspberry Pi 3 . Deshalb soll das neue Compute Module auch vollständig softwarekompatibel zum Raspberry Pi 3 sein. Allerdings verzichtet das neue Modell auf dessen Funkfähigkeiten. Die neue Variante soll noch im Sommer 2016 erscheinen und der Preis weiterhin zirka 25 Euro betragen.
Das Compute Module, in Form eines SODIMM-Speicherriegels, richtet sich vor allem an die Industrie. Es wurde für die Nutzung in kommerziellen Embedded-Systemen konzipiert. Ihm fehlen die Anschlüsse und auch die GPIO-Leiste der regulären Raspberry-Pi-Modelle, die Signale stehen aber über die SODIMM-Kontaktleiste zur Verfügung. Zu Entwicklungszwecken wird ein Breakout-Board angeboten, in das das Compute Module gesteckt wird und die Anschlüsse bereitstellt. Für das neue Compute Module soll ein entsprechendes Board angeboten werden, mit dem das Modul ähnliche Anschluss- und Netzwerkfunktionen wie der Raspberry Pi 3 erhalten soll.
Der Vorgänger ist vergleichsweise teuer
Dem bisherigen Compute Module mit der Technik des originalen Raspberry Pi war kein großer Erfolg beschert. Eben Uptons ursprüngliche Hoffnung auf die Entwicklung spezialisierter Breakout-Boards durch Dritte hat sich nicht erfüllt. Mit verantwortlich dafür könnte auch der ursprünglich hohe Preis gewesen sein - trotz fehlender Anschlüsse entsprach der ursprüngliche Preis des Moduls dem des Raspberry Pi 1 und das Entwickler-Breakout-Board lag bei über 100 Euro. Erst nach dem Erscheinen des Raspberry Pi 2 sanken die Preise, das ist im Vergleich mit dem Raspberry Pi Zero aber immer noch teuer. Allerdings ist das Compute Module tatsächlich in nennenswerten Stückzahlen lieferbar, während der Zero immer noch eine Rarität ist.