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Raspberry Pi: Pixel-Desktop erscheint auch für große Rechner

Die erst kürzlich vorgestellte Pixel-Desktopumgebung für den Raspberry Pi erscheint auch für normale x86-basierte PCs. Die Gemeinsamkeiten beschränken sich aber auf die Oberfläche – und Nutzer müssen auf Programme verzichten.
/ Alexander Merz
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Boot-Splashscreen (Bild: Raspberry Pi Foundation)
Boot-Splashscreen Bild: Raspberry Pi Foundation

Die Raspberry Pi Foundation hat ihre eigene Desktop-Umgebung Pixel für x86-basierte PCs und Macs(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Sie wird explizit als Experimentalversion bezeichnet. Im Gegensatz zur Version für den Raspberry Pi setzt Pixel für diese Geräte direkt auf der Linux-Distribution Debian (Jessie) auf, nicht auf deren Ableitung Raspbian. Außerdem sind aus Lizenzgründen Minecraft und Mathematica nicht vorinstalliert. Da es sich nicht um eine Raspberry-Pi-Emulation handelt, fehlt aktuell die Möglichkeit, Pi-spezifische Hardwarefunktionen wie die GPIO-Leiste wenigstens virtuell auszunutzen.

Die Systemvoraussetzungen sind gering. Das System läuft auch auf älteren Rechnern. Die verwendete Debian-Installation setzt auf 32-bittige i386-Architektur auf und lediglich 512 MByte RAM voraus. Das System steht als ISO-Datei(öffnet im neuen Fenster) zum Download zur Verfügung und kann von DVD und einem USB-Stick gebootet und installiert werden. Eine DVD mit Pixel wird ebenfalls der 54. Magpi-Ausgabe beigelegt(öffnet im neuen Fenster) .

Schwachpunkte aufdecken

Laut der Raspberry Pi Foundation soll die Portierung von Pixel Schülern im Alltag helfen, indem sie stets die gleiche Desktop-Umgebung vorfinden. Unabhängig davon, ob sie in der Schule an einem PC sitzen oder zu Hause einen Raspberry Pi benutzen. Außerdem ist die Foundation davon überzeugt, eine der benutzerfreundlichsten Desktop-Umgebungen geschaffen zu haben. Die bessere Vergleichbarkeit mit bereits etablierten Distributionen soll helfen, Schwachpunkte von Pixel aufzudecken.

Pixel war im September 2016 vorgestellt worden und hatte LXDE als bisherige Standard-Desktopumgebung in Raspbian abgelöst. Mit dem Update wurde Chromium zum Standard-Webbrowser und Flash Teil der Installation.


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