Pie steht für Profython Interpreter Educational

Nach Informationen von Golem.de sollte der Apple Pie als weltweit erster Bastelcomputer zunächst über ein integriertes 5G-Modul verfügen. Allerdings verhindert die restriktive Politik unter US-Präsident Donald Trump, dass der chinesische Anbieter Huawei die erforderliche Technik liefern kann. Daher wird eine 5G-Fähigkeit in den Übersetzungsunterlagen nicht erwähnt. Stattdessen könnte der Apple Pie als eines der ersten Geräte weltweit sogar mit dem 5G-Nachfolger 6G ausgestattet werden. Zumindest in den USA. Denn Trump hatte vor kurzem gefordert: "Ich möchte so schnell wie möglich 5G- und sogar 6G-Technologie in den Vereinigten Staaten." Cook soll das Thema Anfang März bei einem Treffen mit Trump besprochen haben.

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Ein neues Konzept hat sich Apple ausgedacht, um den Kindern das Programmieren zu erleichtern. Dazu wurde offenbar die Programmiersprache Python weiterentwickelt. Denn anders als beim Raspberry Pi, bei dem das Pi für Python Interpreter steht, ist Pie ein Akronym für "Profython Interpreter Educational". Dabei ist unklar, ob Profython für "professionelles Python" steht oder, wie böse Zungen bei Apple vermuten würden, für ein "profitorientiertes Python". Ähnlich wie mit Swift sollen sich mit der neuen Programmiersprache auch iOS-, MacOS- oder TVOS-Apps entwickeln lassen können. Dahinter steckt offenbar die Strategie, künftige Apple-Developer bereits in der Grundschule zu rekrutieren.

Code nur über iCodes erhältlich

Denn für den Apple Pie soll es eine völlig neue Plattform geben. Analog zum Musikdienst iTunes will das Unternehmen demnächst mit dem Dienst iCodes an den Start gehen. Dort können Schüler oder andere Nutzer von Apple-Experten geprüften Code kaufen, der auf dem Apple Pie laufen soll. Aus den Unterlagen geht nicht hervor, wie viel eine Codezeile Profython kosten soll und ob diese in unterschiedlichen Programmen mehrfach verwendet werden darf. Möglicherweise könnte es in Zukunft Abomodelle oder eine Art Code-Flatrate geben ähnlich wie die vor kurzem angekündigten Bezahlabos AppleTV+ und News+. Dann könnten die Schüler auf dem Apple Pie so viel programmieren, wie sie wollen.

Erweiterungssätze sind ebenfalls geplant. Damit ließen sich auf drahtlose Weise beispielsweise Relais-Shields ansteuern. Beim Raspberry Pi müssen dazu umständlich die Pins mit Kabeln angeschlossen werden. Für die Kommunikation mit den Erweiterungssätzen gibt es eine modifizierte Variante des Homekit-Standards, der Schoolkit heißt. Die entsprechenden Produkte sind speziell auf die Bedürfnisse von Schulen zugeschnitten.

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Doch wie lässt sich der Apple Pie überhaupt programmieren, wenn er über keinerlei Anschlüsse für Monitore, Maus oder Tastatur verfügt? Hier nutzt Apple keinen proprietären Standard, sondern OpenSSH. Die Schüler können sich über ein iPad direkt mit dem Apple Pie verbinden. Daher dürften die Möglichkeiten des Apple Pie ein Grund mehr sein, bei der Digitalisierung von Schulen auf Produkte von Apple zu setzen. Andere Hersteller verfügen derzeit noch nicht über ein Komplettpaket, um die Schüler sowohl mit digitalen Lehrmaterialien als auch mit dem Programmieren vertraut zu machen.

Bildungsministerium begrüßt Konzept

In Deutschland bestehen daher gute Chancen, dass das Unternehmen von dem kürzlich beschlossenen Digitalpakt Schule profitieren kann. Dafür hat die Bundesregierung bereits fünf Milliarden Euro eingeplant. Das Bundesbildungsministerium wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen, ob die Schulen künftig massenhaft mit Apple Pies ausgestattet werden sollen. Für eine solche Anschaffung spreche zumindest, dass die Kinder und Jugendlichen auf diese Weise schon früh an proprietäre Standards und Bezahlmodelle gewöhnt würden.

Wozu die Kostenlos-Mentalität im Netz geführt habe, zeige sich schließlich an den kaum nachvollziehbaren Protesten gegen das Leistungsschutzrecht und die Uploadfilter, sagte ein Sprecher. Gerade die hohe Beteiligung junger Menschen an den Demos mache deutlich, dass der Staat dem etwas entgegensetzen müsse.

Möglicherweise hofft Apple aber auch, dass sich das Chaos über den britischen EU-Austritt negativ auf die Lieferbarkeit des Raspberry Pi auswirkt. Dann könnten die Apple Pie in Kürze in die Bresche springen. Sogar die bayerische Landesregierung will nach Informationen von Heise.de einen Raspberry-Pi-Konkurrenten finanzieren. Allerdings könnte Apple anders als die Raspberry Pi Foundation und die Bayern-Konkurrenz eine Art Leasingmodell anbieten. Dadurch erhielten die Schulen die Apple Pie kostenlos zur Verfügung gestellt, müssten dafür aber entsprechende iCodes-Verträge abschließen. Eines muss man Tim Cook in diesem Fall lassen: Auf dieses geniale Konzept wäre wohl nicht einmal Steve Jobs gekommen.

Nachtrag vom 1. April 2019, 21:00 Uhr

April! April! Natürlich würde Apple nie ein solches Produkt wie den Apple Pie auf den Markt bringen. Oder vielleicht doch? Dann aber sicherlich mit einer anderen Stromversorgung und einem noch schickeren Design.

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 Raspberry-Pi-Konkurrent: Apple will ein Stück vom Himbeerkuchen
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Schnarchnase 02. Apr 2019

Ich hatte noch Hoffnung, dass das hier ein misratener Aprilscherz sein könnte: Auch BND...

gadthrawn 02. Apr 2019

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wegen-Brexit-Folgen-Bayern-finanziert-Raspberry...

gadthrawn 02. Apr 2019

Vorsicht.. auch deutsche Schulen sind große ipad-Abnehmer.

oiskkin 02. Apr 2019

Da herrscht ein weit verbreitetes Missverständnis: Die Golem Artikel sind für jedermann...

Anonymer Nutzer 01. Apr 2019

DER war gut! :D


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