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Bis ein Raspberry Pi dieses Ventil steuern kann, ist einiges an Vorbereitung erforderlich.
Bis ein Raspberry Pi dieses Ventil steuern kann, ist einiges an Vorbereitung erforderlich. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Stunde des Durchflussmessers

Die Auswahl des Ventils hängt wiederum vom Einsatzzweck ab. Für den Anschluss an eine Frischwasserleitung können günstige vorgesteuerte Ventile genommen werden, die einen gewissen Druck zum Öffnen benötigen. Für die Nutzung von Regenwasser empfiehlt sich jedoch ein Kugelhahnventil, das auch bei verunreinigtem Wasser sicher schließt. Manche Anbieter verkaufen allerdings übliche Sitzventile (Zonenventile) als Kugelhähne, weil sie einfach die Beschreibung eines Kugelhahn-Herstellers auf ihre Ebay-Seite kopiert haben. Solange es sich um sogenannte Direktventile handelt, lassen sie sich aber auch an die Regentonne anschließen. Benötigen die Ventile eine Spannung von 220 Volt, sind die Sicherheitsanforderungen für den Betrieb zu beachten.

Um die Bewässerung genau steuern zu können, schlägt schließlich doch noch die Stunde des Durchflussmessers. Zwar ließe sich die Menge auch über die Öffnungsdauer des Ventils ungefähr einstellen. Aber da Geräte mit Wasserleitungsdurchmesser auf Ebay unschlagbar günstig verkauft werden, spricht eigentlich nichts gegen diese Spielerei.

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Das Python-Programm (Code) sollte aber in der Lage sein, beim Ausbleiben von Impulsen nach einer gewissen Zeit das Ventil automatisch zu schließen. Gerade beim Anschluss an eine Frischwasserleitung kann auf diese Weise verhindert werden, dass das Raspberry Pi den ganzen Garten unter Wasser setzt. Je nach Wunsch erhält der faule Gärtner dann auch eine E-Mail oder SMS, ob die Bewässerung tatsächlich funktioniert hat.

Selbstverständlich lässt sich der Garten nicht nur per SMS, sondern auch regelmäßig per Cronjob bewässern. Dies empfiehlt sich beispielsweise bei Gewächshäusern, die kein direktes Regenwasser erhalten. Für diesen Zweck gibt es bereits eigene Automatisierungsprojekte.

Fernzugriff per VPN möglich

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, mit welchem Telekommunikationsanbieter der UMTS-Stick betrieben wird. Werden die Daten an ein Wetterstationensystem hochgeladen, liegt der Datenverbrauch bei wenigen Megabyte im Monat. Daher lohnt sich ein SIM-Kartenanbieter mit 10 MByte Freikontingent, wie beispielsweise Blau. Solche Anbieter liefern aber in der Regel keine öffentliche IP-Adresse, über die sich das Raspberry Pi zu Wartungszwecken von zu Hause ansprechen lässt. Abhilfe schafft in diesem Fall eine VPN-Verbindung. Dazu benötigt man auf dem Raspberry Pi einen VPN-Client wie vpnc, als VPN-Server dient beispielsweise eine Fritzbox.

Diese benötigt zunächst eine öffentlich zugängliche IP-Adresse. Dann lässt sich ein Benutzer mit VPN-Berechtigung anlegen. Die nun angezeigten VPN-Einstellungen werden in die Konfigurationsdatei von VPNC eingetragen. Standardmäßig erhält der VPN-Client die interne IP-Adresse 192.168.178.201, die sich dann mit Putty aufrufen lässt. Dies ist auch möglich, wenn sich der eigene Rechner selbst von außen über eine VPN-Verbindung an der Fritzbox einwählt. Die VPN-Verbindung lässt sich dann jederzeit per SMS auf dem Raspberry Pi starten. Das ist sinnvoll, um mögliche Fehler zu beheben oder beispielsweise den Zeitpunkt und die Menge der Bewässerung anzupassen. Wer über eine SIM-Karte mit öffentlicher IP-Adresse verfügt, kann sich diese nach dem Starten der Verbindung mit ifconfig auslesen und dann per Mail zusenden lassen.

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fg (Golem.de) 04. Mai 2016

Hallo Dieter, wie es im Artikel heißt, wird ein sogenanntes Zonenventil verwendet. Die...

jaykay2342 17. Apr 2015

Was für läuft denn da auf deinem PI? ggf hat der PI für deine Anwendung wirklich nicht...

rbugar 17. Apr 2015

Auch von mir ein großes Lob an den Autor. Interessant und amüsant zu lesen.

Moe479 04. Apr 2015

also eigentlich kannst du blumenkästen, sofern ablauflöcher vorhanden sind regelmäßig...

rofl022 30. Mär 2015

Falls das 38° sein sollten: So genau bekommst du das mit den möglichen Störquellen nicht...



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