Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Raspberry Pi Foundation: "Erwartet keinen Raspberry Pi 5 im nächsten Jahr"

Die Raspberry Pi Foundation will 2023 erst einmal nutzen, um überhaupt wieder mit der hohen Nachfrage nach Bastelrechnern zurechtzukommen.
/ Oliver Nickel
6 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
2023 werden erst einmal mehr Pi 4 gebaut. (Bild: Raspberry Pi Foundation)
2023 werden erst einmal mehr Pi 4 gebaut. Bild: Raspberry Pi Foundation

Der Raspberry-Pi-CEO Eben Upton ist sich sicher: Durch die Verzüge bei Lieferketten wird es wohl auch 2023 keinen neuen Raspberry Pi, etwa einen Raspberry Pi 5, geben. "Erwartet keinen Raspberry Pi 5 im nächsten Jahr" , sagt er im Interview(öffnet im neuen Fenster) mit Christopher Barnett vom Youtube-Kanal Explaining Computers. "Das nächste Jahr ist ein Wiederherstellungsjahr."

Offensichtlich will sich die Raspberry Pi Foundation erst einmal von den Versorgungsengpässen erholen, die gerade 2022 in eine Produktknappheit gemündet sind. Der Raspberry Pi 4, das Compute Module und andere Geräte waren nur schwer verfügbar und wurden meist weit über dem eigentlichen Preis angeboten.

Pi 5 könnte wichtige Transportkapazitäten strapazieren

Es wäre wohl nicht gut, "wenn wir einen Raspberry Pi 5 einführen würden und er dann wegen Engpässen kaum erhältlich wäre oder wir ihn vorstellen und er eine Versorgungskette kannibalisiert" , sagte Upton. Eine Kannibalisierung könnte auftreten, weil teilweise etwa auch Logistikkapazitäten für den Transport fehlen.

Der Hauptgrund für die Knappheit war aber die Chipknappheit, die auch andere Branchen wie den Automotive-Bereich und den GPU-Markt traf. Die Foundation konnte schlicht nicht mehr genug Chips für den Raspberry Pi einkaufen . Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Bastelrechnern für Hobbyprojekte in der Coronaisolation deutlich an.

Mittlerweile soll es zumindest wieder mehr Raspberry Pi geben. Mitte 2023 erwartet Upton, dass sich die Produktion mit dem Angebot decken und die Preise dann wieder normalisieren werden. Allerdings hat das auch zur Folge, dass sich die Foundation erst einmal auf die Erfüllung ausstehender Bestellungen und die Stabilisierung der Produktion konzentriert.

Raspberry Pi 4B - Test
Raspberry Pi 4B - Test (02:15)

Gleichzeitig musste der Preis für alle Varianten des aktuellen Raspberry Pi Zero um 5 US-Dollar oder 5 Euro pro Stück angehoben werden , da die Einkaufspreise für Komponenten gestiegen sind. Der Raspberry Pi Zero startet also künftig bei 10 statt bei 5 Euro.

Der Raspberry Pi 4 wird ab 2023 also die am längsten bestehende Raspberry-Pi-Generation sein. Seit mittlerweile mehr als drei Jahren verkauft die Foundation das System ohne nennenswerte Upgrades. Zuvor wurden alte Modelle etwa alle drei Jahre durch eine neue Version ersetzt.


Relevante Themen