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Mit dem Zweiten sieht man besser

Auch wenn das Display per DSI genutzt wird, kann über HDMI weiterhin ein weiterer Monitor oder Fernseher angesprochen und darüber auch Audio ausgegeben werden. Leider funktioniert das aber nicht wie bei Laptops oder modernen Grafikkarten mit mehreren Ausgängen. Weder kann der Desktop erweitert werden, noch ist ein Duplikat möglich. Stattdessen müssen Programme selbst die Ausgabe über einen anderen Videoausgang unterstützen.

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Beim Einstecken des HDMI-Steckers stehen wir außerdem vor einem weiteren Problem: Unser Stecker ist zu lang. Standardmäßig sieht die Konstruktion vor, dass die HDMI-Buchse nach unten zeigt. Dort ist aber dann zu wenig Platz für unseren Stecker, und er ragt an der Unterseite des Rahmens heraus.

Wer keinen Winkelstecker hat, kann auch das Display herumdrehen, muss dann aber auch das Raspberry Pi umkonfigurieren, so dass das Bild nicht auf dem Kopf steht. Das geht in der Config.txt innerhalb der Fat-Partition der Micro-SD-Karte:

display_rotate = 2
lcd_rotate = 2

So gewappnet kann das Raspberry Pi aber seine Stärke zeigen. Wir haben auf dem Display und einem angeschlossenen Fernseher je einen Film in 1080p abspielen lassen - das Raspberry Pi kam dabei nicht in Bedrängnis.

  • Das Display mit dem optionalen Rahmen wirkt elegant und unauffällig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Einen besonderen Schutz für die Technik bietet es aber nicht.  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Montage der Flachbandkabel verlangt Sorgfalt und eine ruhige Hand.  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Verbindung zwischen Raspberry Pi und Adapterplatine sitzt vor dem Micro-SD-Kartenslot  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Normale HDMI-Kabel stehen leider über den Rand des Rahmens hinaus.  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Normale HDMI-Kabel stehen leider über den Rand des Rahmens hinaus. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Display erfordert vorausschauenden Kauf und Verwendung

Die Position des HDMI-Steckers ist aber nicht der einzige "Konstruktionsfehler" beim Raspberry Pi. Aufgrund der Position des DSI-Anschlusses auf dem Pi führt das Flachbandkabel vor dem Micro-SD-Kartenslot vorbei. Kartenwechsel sind zwar noch möglich, erfordern aber Vorsicht, um Schäden am Kabel zu vermeiden.

Auch bei den USB-Ports des Raspberry Pi können durch die separat erhältlichen Displayfüße Platzprobleme auftreten. Positiv zu vermerken ist aber, dass durch das Eigengewicht des Displays und Rahmens die Konstruktion kaum noch zum Spielball der angeschlossenen Kabel wird.

Verfügbarkeit

Das Display-Kit kostet zwischen 60 bis 70 Euro je nach Händler. Es kann bei einer Vielzahl von Händlern bestellt werden, allerdings war es bei einigen bereits innerhalb eines Tages nach dem Erscheinen ausverkauft. Der Rahmen inklusive Standfüße kostet noch einmal rund 15 Euro.

Fazit

Das Display hinterlässt einen gemischten Eindruck. Anstecken und Loslegen funktioniert, das kleine Update für den Touch-Treiber stört nicht. Der Rahmen ist stabil und sieht hübsch aus. Die Möglichkeit, einen zweiten Bildschirm per HDMI anzuschließen, ist praktisch. Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen. Und der Display-Betrieb benötigt keine Systemressourcen, im Gegensatz zu den bislang verbreiteten Aufsteck-Displays für das Raspberry Pi.

Das durch die Touch-Oberfläche verdunkelte Bild, die Blickwinkelabhängigkeit und die Auflösung von 800 x 480 Pixeln auf 7 Zoll wirken allerdings nicht mehr zeitgemäß. Die unflexible Kabelführung und die vergleichsweise große Tiefe des Aufbaus dürften manche Baupläne und Ideen zunichtemachen. Wer gehofft hat, endlich ohne viel Aufwand ein Laptop-Pi bauen zu können, dürfte enttäuscht sein. Hauptsächlich dürfte sich das Display als berührungsempfindliches Bedienterminal einsetzen lassen.

 Raspberry Pi Display: Die Bedienkonsole
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Blackhazard 28. Okt 2015

ich weis ist schon etwas älter das thema....aber wenn es keine konflikte mit den kühlern...

vh 21. Okt 2015

Hallo, mein Display ist heute mit DHL gekommen :) ich würde damit gerne openELEC nutzen...

mingobongo 19. Okt 2015

Das hört sich schon sehr nach defekter Ware an, hast du deinem Pi über ebay gekauft? Das...

mingobongo 15. Okt 2015

Zur Steuerung der GPIO-Pins per SSH nutze ich WLAN

werwurm 15. Okt 2015

Man kann den Raspi über die Pfostenleiste mit Strom versorgen. Aber bitte nicht über die...


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