Abo
  • Services:

Willkommen im U-Boot und Geräte-Baum

Der hier vorgeschlagene Weg zur Nutzung eines 64-Bit-Systems besteht in der Verwendung der leistungsfähigen Bootsoftware Das U-Boot, die die Standardfirmware anstelle eines Linux-Kernels lädt. Nötig ist die 64-Bit-Version von U-Boot, die das neue Bootkommando booti kennt. Booti hilft, einen 64-Bit-ARM-Kernel zu laden, der einen spezifischen Header hat. Die Details dazu gibt es in der Kerneldokumentation. Mit diesem Header und noch anderen, von Linux festgelegten Randbedingungen muss der Bootloader entsprechend umgehen können.

Wegen der überbordenden Vielfalt: Tree of Live

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Leingarten
  2. Vector Informatik GmbH, Regensburg

Der Kernel selbst muss natürlich ebenfalls für die 64-Bit-ARMv8-Architektur übersetzt sein. Dieser wiederum benötigt einen passenden sogenannten Device Tree, also eine Datei, die die Hardwaredetails beschreibt. In viel größerem Maße als die x86-Welt ist die verfügbare ARM-Hardware unübersichtlicher und verwendet für die Peripherie-Komponenten unterschiedliche Speicher-Adressen. Während in den Anfangstagen von ARM-Linux die Entwickler für jede unterstützte Hardware einen eigenen Kernel mit den jeweils passenden Adressen programmieren und übersetzen mussten, lesen heutige Kernel beim Booten den im Hauptspeicher bereitliegenden Device Tree live ein. Treiber bringen bei ihrer Aktivierung die Speicher-Adressen über den Kernel in Erfahrung. Die Device-Tree-Unterstützung ist mittlerweile ausgereift und für ARM-Architekturen obligatorisch.

Fehlt nur noch das Root-Dateisystem samt Userland. Hier bietet Debian ein ARM64-System an, das sich beispielsweise per Debootstrap installieren lässt. Aber damit Nutzer des Raspberry Pi 3 jetzt nicht mühsam versuchen müssen, alle Teile dieses Puzzles selbst zu generieren und zusammenzustellen, lassen sich die ersten ARM64-Schritte besser mit einem vorkonfektionierten und getesteten 64-Bit-System aus dem Internet machen. Wie jenes aus dem Raspberry-Pi-Forum, das hier Verwendung findet.

Das heruntergeladene Image kann unter Linux wie gewohnt per dd auf eine Mikro-SD-Karte geschrieben werden. Wenn die SD-Karte im Raspberry Pi steckt und das System startet, erscheint auf einem angeschlossenen Monitor bereits nach wenigen Sekunden der Login. In dem vorliegenden Image ist das Passwort für den Root-Benutzer raspberry.

Tatsächlich: 64 Bit breit

Es gibt diverse Möglichkeiten, um festzustellen, dass hier ein 64-Bit-Linux läuft: dmesg beispielsweise gibt entsprechende Bootmeldungen aus. Gleich in den ersten vier Zeilen verrät Linux die Architektur. Der Befehl cat /proc/cpuinfo liefert, dass es sich um den ARMv8-Befehlssatz handelt, und uname -a zeigt an, dass der Kernel 64 Bit nutzt.

  • Die Variante für Ungeduldige: Einfach neuen Kernel kopieren und fertig.
  • Mit dem Standard Raspbian verleugnet der Mini-Rechner seine moderne Architektur und tarnt sich als 32-Bit-SoC.
  • Anders als offiziell vorgesehen, lässt sich der Raspberry Pi 3 auch als 64-Bit-System nutzen.
Anders als offiziell vorgesehen, lässt sich der Raspberry Pi 3 auch als 64-Bit-System nutzen.

Wer ganz sichergehen will, kann das auch mit einem kleinen C-Programm überprüfen. Hierfür steht auf dem Test-Minisystem als Editor vim bereit. Das kleine Programm gibt nach dem Start die Bitbreite von Zeigervariablen aus. Nur auf einem 64-Bit-System sind diese auch 64 Bit breit.

#include <stdio.h>

int main( int argc, char **argv, char **envp )
{
    printf("Es handelt sich um eine %d-Bit-Architektur\n",
        sizeof(int *)*8);
    return 0;
}

Das 64-Bit-Linux für den Raspberry Pi ist zwar abgespeckt, ansonsten aber voll funktionsfähig. Auch die Konfiguration ist rudimentär, das Netzwerk beispielsweise nicht per Default aktiviert. Das System lässt sich - falls es mit dem Netzwerk verbunden und das Netzwerk aktiviert ist - updaten und beliebig erweitern. Debian hält hierfür bekanntlich einen reichen Schatz an Paketen bereit.

 Raspberry Pi: Der mit dem 64-Bit-Kernel tanztQuellen finden und selber einen Kernel bauen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)
  2. 4,25€

tom321 28. Dez 2016

Guten Abend, das Ergebnis von : export CROSS_COMPILE=aarch64-linux-gnu- export ARCH...

sg-1 20. Dez 2016

dem direkt verlinkten image? Beim Klick darauf wird direkt de download gestartet. dabei...

The Troll 23. Nov 2016

Man kann auch einfach SUSE Linux Enterprise for Pi3 nehmen https://www.suse.com...

FreiGeistler 23. Nov 2016

Erinnert mich an die Probleme mit Android. Könnte Android (theoretisch) auch Device Tree...

pi314 23. Nov 2016

Es gibt auch ein "richtiges" 64-Bit-System für den pi: Den SUSE Linux Enterprise Server...


Folgen Sie uns
       


Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert

Wir streamen und spielen mit 60 fps mit dem Fire TV Stick.

Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /