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Raspberry Pi: Broadcom gibt Dokumente zum Grafikkern frei

Der Chiphersteller Broadcom hat die kompletten Spezifikationen des Videocore IV veröffentlicht. Damit soll sich ein vollständig quelloffener Treiber für den Grafikkern im BCM2835-SoC programmieren lassen, der im Raspberry Pi steckt.

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Für das Raspberry Pi gibt es möglicherweise bald einen vollständig quelloffenen Grafiktreiber.
Für das Raspberry Pi gibt es möglicherweise bald einen vollständig quelloffenen Grafiktreiber. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Wer als Erstes einen quelloffenen Treiber entwickelt, mit dem Quake III auf dem Raspberry Pi läuft, kann auf eine Belohnung von 10.000 US-Dollar hoffen. Die Raspberry Pi Foundation stiftet das Geld. Als Grundlage für die Entwicklung stehen Dokumente und Quellcode bereit, die Broadcom soeben unter einer BSD-Lizenz veröffentlicht hat. Die freigegebenen Spezifikationen sind allerdings für den Grafikkern Videocore IV im BCM21553-SoC. Eine Portierung auf die bauähnliche GPU im BCM2835-SoC soll aber möglich sein.

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Der auf der Platine des Raspberry Pi verbaute BCM2835-SoC von Broadcom hat ebenfalls den Grafikkern Videocore IV. Der Linux-Treiber dafür benötigt bislang aber einen geschlossenen Kern - einen sogenannten Blob -, um die 3D-Beschleunigung zu implementieren. Entwickler werden jetzt aufgerufen, mit Hilfe der veröffentlichten Informationen einen eigenen Blob zu programmieren. Damit könnte die Miniplatine vollständig mit Open-Source-Software betrieben werden.

Grafiktreiber auch für Android

Das Fehlen eines echten quelloffenen Grafiktreibers und der dazugehörigen Dokumentation für Linux auf der ARM-Plattform sei ein großes Problem, schreibt der Mitgründer der Raspberry Pi Foundation und einer der Entwickler der Miniplatine, Eben Upton. Es verhindere, dass freie Entwickler und Nutzer Fehler korrigieren und weitere Funktionen hinzufügen können. Nutzer sollten die Funktionalität ihrer Hardware vollständig verstehen können. Upton ist Angestellter bei Broadcom.

Mit der Veröffentlichung der Dokumentation soll es für freie Entwickler auch möglich sein, einen quelloffenen Treiber für Android 4.0 nachzubauen. Der Videocore-IV-Chip ist in den SoCs BCM21553 und BCM21654 verbaut, die in mobilen Geräten zum Einsatz kommen.

Die Aktion gilt als Geschenk zum zweiten Jahrestag des Verkaufsstarts des Raspberry Pi, von dem inzwischen mehr als 2,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. Details zu den Regeln des Wettbewerbs können auf der Webseite des Raspberry-Pi-Projekts eingesehen werden. Eine vor zwei Wochen abgeschickte E-Mail von Golem.de an die Raspberry-Pi-Foundation über den Status des Raspberry Pi als vollständige quelloffene Hardware blieb bislang unbeantwortet.



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lala1 07. Jun 2014

Bei nem 16 Mbit DSL Anschluss reicht locker eine USB Netzwerkkarte

KritikerKritiker 10. Mär 2014

Arduino? Und eben: viel versatil einsetzbare Rechenleistung ist für ein Projekt wie den...

KritikerKritiker 10. Mär 2014

Ja schön und gut, aber dann kann man sich auch einen X-beliebigen HDMI Stick kaufen, der...

nille02 04. Mär 2014

Clover und beignet vor dem letzten code drop.

nille02 02. Mär 2014

Möglicherweise ist es wie bei AMD, das was nicht Dokumentiert ist, liegt als Source vor.


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