Raspberry Pi: Android 4 fast fertig portiert

Entwickler arbeiten an einer Portierung von Android 4 alias Ice Cream Sandwich für das Raspberry Pi. Video und hardwarebeschleunigte Grafik funktionieren bereits, an der Tonausgabe hapert es noch.

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Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich auf dem Raspberry Pi
Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich auf dem Raspberry Pi (Bild: Raspberry Pi)

Android 4 soll bald für das Raspberry Pi verfügbar sein. Entwickler Naren Sankar arbeitet an einer Portierung von Googles mobilem Betriebssystem für den kleinen Rechner mit Bildungsauftrag.

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Android läuft laut Blogeintrag des Mitgründers des Projekts Eben Upton bereits flüssig auf dem Raspberry Pi. Die ARM-11-CPU des Raspberry Pi ist mit 700 MHz getaktet und basiert auf ARMs v6-Architektur. Android ist bereits speziell für die ARM-CPUs angepasst.

Selbst die Grafikausgabe ist per Treiber mit beschleunigter Hardware möglich. Auch die Videowiedergabe funktioniert. Allerdings nutzen die Entwickler gegenwärtig einen eigenen Kernel samt Videocore-Binärtreiber.

Auf dem System-on-a-Chip BCM2835 von Broadcom ist der Grafikprozessor Videocore IV von der gleichen Firma verbaut, der neben OpenGL ES 2.0 und Open VG 1.1 auch mit H.264 codierte 1080p-Videos mit bis zu 30 Frames pro Sekunde decodieren kann. Die GPU ist mit 250 MHz getaktet. Für Grafikchip Videocore stellt Hersteller Broadcom keinen Open-Source-Treiber bereit.

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Die Entwickler prüfen gegenwärtig, wie die beiden Code-Zweige zusammengeführt werden können. Erst dann wollen sie den Quellcode freigeben, damit andere damit arbeiten können. Außerdem gibt es noch Probleme mit der Audioausgabe, denn Audioflinger wird noch nicht unterstützt.

Raspbian und Chrome OS

Inzwischen ist die Entwicklung verschiedener Distributionen für das Raspberry Pi weiter vorangeschritten. Raspbian ist eine spezielle für den ARM-Prozessor im kleinen Rechner angepasste Debian-Version, die durch Optimierungen deutlich schneller laufen soll als die Debian-Wheezy-Version, die wir getestet haben.

Außerdem arbeiten Google-Entwickler an einer Portierung von Chrome OS.

Der Spielentwickler David Braben hat das Projekt initiiert. Der Elite-Erfinder möchte mit dem Raspberry Pi besonders Schüler zum Programmieren anregen. Der kleine Rechner kostet 35 US-Dolllar.

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