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Raspberry-Pi-Alternative: Gooseberry Board mit Android

Inzwischen gibt es eine weitere Alternative zum Kleinstrechner Raspberry Pi : das Gooseberry Board. Mit einer ARM -Cortex-A8-CPU, 512 MByte RAM und einem WLAN-Modul ist es auch besser ausgestattet.
/ Jörg Thoma
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Das Gooseberry Board mit dem A10-SoC von Allwinner (Bild: Gooseberry Board)
Das Gooseberry Board mit dem A10-SoC von Allwinner Bild: Gooseberry Board

Ungeduldig über die lange Auslieferungszeit des Raspberry Pi hat Micheal Bryson ein alternatives Mainboard bei einem chinesischen Hersteller ausfindig gemacht. Bryson will die Platine unter dem Namen Gooseberry Board(öffnet im neuen Fenster) (Stachelbeere) in Europa vertreiben. Es hat den SoC A10 von Allwinner(öffnet im neuen Fenster) mit einem A8-Cortex-ARM-Prozessor und einer Mali-GPU.

Gooseberry Board – Kurze Vorstellung
Gooseberry Board – Kurze Vorstellung (07:37)

Verglichen mit dem Raspberry Pi ist das Gooseberry Board etwas üppiger ausgestattet: Die ARM-Cortex-A8-CPU ist mit 1 GHz getaktet, lässt sich aber laut Bryson theoretisch auf 1,5 GHz übertakten. Unter Android läuft das Gooseberry Board mit 1,2 GHz noch stabil. Bei der Mali-400-GPU handelt es sich um den gleichen Grafikkern wie den in Samsungs Galaxy S3 verbauten. Das Gooseberry Board hat 4 GByte Flash-Speicher und einen Micro-SD-Kartensteckplatz. Der Arbeitsspeicher ist 512 MByte groß.

Tabletplatine

Die Platine ist eigentlich zur Verwendung in Tablets gedacht. Entsprechend fehlt ein Steckplatz für einen LAN-Anschluss. Die Verbindung ins Netzwerk erfolgt stattdessen über WLAN nach 802.11 b/g/n. Ein externer Monitor lässt sich über einen Mini-HDMI-Stecker verbinden, ein analoger Anschluss wie der F-BAS-Stecker am Raspberry Pi fehlt hingegen. Das Gooseberry Board ist mit einem einzigen Micro-USB-Stecker ausgestattet. Mehrere USB-Geräte können über ein HUB angeschlossen werden, schreibt Bryson.

Gegenwärtig wird das Gooseberry mit Android 2.3 ausgeliefert. Laut Bryson soll sich auch das aktuelle Android 4.0 alias Ice Creme Sandwich mit einigen wenigen Anpassungen installieren lassen. Dank der ARM-Cortex-A8-CPU lässt sich Ubuntu nutzen, das wegen der kleineren ARM-CPU auf dem Raspberry Pi nicht installiert werden kann. Allerdings fehlt unter Ubuntu noch die Grafikbeschleunigung, denn den Treiber für die Mail-GPU gibt es noch nicht in einer lauffähigen Open-Source-Variante .

Unbekannter chinesischer Hersteller

Bryson betont, dass er die Platine weder entworfen noch erfunden habe und sie auch nicht herstellt. Er habe nur das Potenzial und das Preis-Leistungs-Verhältnis der Platine erkannt und möchte sie deshalb vertreiben. Bryson will das Gooseberry Board weltweit für 40 britische Pfund verkaufen, was etwa 50 Euro entspricht. Der Onlineshop ist(öffnet im neuen Fenster) aber noch im Aufbau. Von welchem chinesischen Hersteller die Platine stammt, wollte Bryson auch auf Nachfrage nicht verraten.

Eine erste Charge von zehn Stück hat er bereits angefordert und an Interessenten weitergegeben. Inzwischen ist die Resonanz auf der Webseite des Projekts so groß, dass Bryson weitere Platinen bestellen will.


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