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Raspberry Pi 4B im Test: Nummer 4 lebt!

Das Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuen Modell des Bastelrechners trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.

Ein Test von veröffentlicht am
Den offiziellen Raspberry-Pi-Kits liegt keine Kühllösung bei, einen offiziellen Raspberry-Pi-Lüfter gibt es nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Auf dem ersten Monitor läuft die IDE, auf dem zweiten suchen wir im Webbrowser mit zehn offenen Tabs nach Problemlösungen und im elften Tab dudelt Twitch vor sich hin. Das machen wir sonst auf unserem Desktoprechner, aber heute sitzen wir vor dem Raspberry Pi 4B. Einst war das eine Wunschvorstellung. Doch der neue Raspberry Pi rockt im Multitasking- und Multimonitor-Betrieb, wenn ihm 4 GByte RAM zur Verfügung stehen.

Das entschädigt uns für die zweifache Wartezeit: Zum einen erschien der Rechner erst Ende Juli 2019 und nicht wie frühere Modelle im Februar oder März. Zum anderen ist gerade das 4-GByte-Modell nicht immer lieferbar. Beim Testen des Gerätes wird uns klar: Wir hätten sogar gern noch länger gewartet, wenn es dafür einige entscheidende Verbesserungen gegeben hätte.

Bei Bastelrechnern, insbesondere von chinesischen Herstellern, haben wir uns schon vor längerer Zeit angewöhnt, sie nicht unmittelbar nach dem Erscheinen auszuprobieren. Selten hatte das zugehörige Betriebssystem schon die notwendige Reife erreicht. Beim Raspberry Pi mussten wir uns da bislang keine Sorgen machen. Es war schlicht die ursprüngliche Nichtverfügbarkeit der 4-GByte-Variante, die wir neben der 1-GByte-Variante unbedingt ausprobieren wollten, die uns zum Warten zwang.

Denn der Raspberry Pi 4 kommt erstmalig in drei verschiedenen LPDDR4-RAM-Varianten (1, 2 und 4 GByte), für die man sich beim Kauf entscheiden muss. Die übrige Ausstattung ist bei allen Varianten gleich. Durch den Broadcom-SoC BCM2711 mit vier Cortex-A72-Kernen, getaktet mit je 1,5 GHz, ist die Performance des Raspberry Pi 4 endlich auf Augenhöhe mit der Bastelrechner-Konkurrenz.

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Die beiden USB-3-Eingänge kommen oft geäußerten Nutzerwünschen entgegen. Zwei Micro-HDMI-Ausgänge ermöglichen erstmals einen bürotauglichen Multimonitor-Betrieb. Die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle funktioniert endlich ohne angezogene Handbremse, dank geänderter Anbindung an die CPU. Bei den übrigen Schnittstellen entspricht der Raspberry Pi 4 den Vorläufermodellen.

Wir brauchen neue Kabel

Die Inbetriebnahme gestaltet sich wie gewohnt unkompliziert, sofern die notwendigen Accessoires vorhanden sind. Der Umstieg auf eine USB-C-Buchse für die Stromversorgung ist zeitgemäß. Die Forderung nach einem 3-Ampere-Netzteil ist nachvollziehbar; hier unterscheidet sich das Pi 4 nicht von anderen, ähnlich leistungsfähigen Bastelrechnern.

Unter Last erfordert unser Pi 4 inklusive Tastatur und Maus bis zu 6,1 Watt elektrischer Leistung. Wer auf ein spezielles Raspberry-Pi-Netzteil verzichten will und aufgrund der USB-C-Buchse ein vorhandenes Laptop-Netzteil nutzen will, muss aufpassen. Das funktioniert wegen eines Implementierungsfehlers beim Pi nicht immer.

  • Raspberry Pi 4B(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der kleine Kühlkörper erwies sich als wenig nützlich.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite befinden sich keine Bauteile, aber auch hier wird der Raspberry Pi im Betrieb warm.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nur anhand der Produktbezeichnungen auf dem RAM selbst ist das Modell zu erkennen. Hier ist die 1-GByte-Variante zu sehen.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim 4-GByte-Modell ist der Aufdruck kürzer.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 2 USB-3-Ports kommen Nutzerwünschen entgegen.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die beiden Micro-HDMi-Ports anstelle des bisherigen HDMI-Ports.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Dual-Monitor-Setup hätten wir uns einst nicht vorstellen können.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Raspberry Pi 4B(Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Der Wechsel der Videoschnittstelle von HDMI auf Mikro-HDMI stellt uns vor Probleme - selbst in unserer Redaktion sind entsprechende Kabel selten. Aus Platzgründen ist der Wechsel für uns nachvollziehbar. Allerdings kommen uns im Laufe des Tests Zweifel, ob zwei Videoausgänge wirklich für die Masse der Nutzer relevant sind und ein einzelner, normal großer HDMI-Ausgang nicht vollkommen gereicht hätte.

Zum Schluss stecken wir noch eine Maus und Tastatur an. Das einzig verfügbare Betriebssystem für den Raspberry Pi 4, Raspbian (Linux-Kernel 4.19, immer noch 32 bit), ist schnell heruntergeladen und auf eine Micro-SD-Karte kopiert. Alternative Bootmedien, zum Beispiel USB-Speichersticks oder per Netzwerk wie beim Raspberry Pi 3, werden noch nicht unterstützt. Und entgegen dem Trend bei Bastelrechnern fehlt dem Pi 4 auch weiterhin ein eMMC-Flashbaustein oder SATA-Anschluss für Massenspeicher. Schnell merken wir auch, dass noch etwas anderes fehlt.

Golem testet, Hitzewelle in Deutschland ist die Folge 
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zuschauer 13. Aug 2019 / Themenstart

Ich betreibe einige Kameras in engen Gehäusen von Kamera-Atrappen. Problem: mit dem...

zuschauer 13. Aug 2019 / Themenstart

Und die "Helfershelfer" spielen mit - schließlich können sie ja nach einem getätigten...

RAW1 12. Aug 2019 / Themenstart

Ach komm, das mit dem USB-C ist für mich beispielsweise vollkommen irrelevant, da das...

RAW1 12. Aug 2019 / Themenstart

Um mal deine Frage zu beantworten: Hier läuft auf einem Pi4 mit 4GB RAM docker...

cyberliner 11. Aug 2019 / Themenstart

Sollte das lustig sein? Ich habe ne vernünftige Frage gestellt.

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