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4K auf zwei Monitoren läuft mit Einschränkungen

Wer mit mehreren Programmen gleichzeitig arbeitet, profitiert von einem Dual-Monitor-Setup. Auch hier kann der Raspberry Pi jetzt liefern. Die Funktionsweise des Setups und die jeweilige Auflösung pro Monitor werden mit dem mitgelieferten Programm Screen-Manager eingestellt.

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Wir sind beeindruckt, den Raspberry-Pi-Desktop auf zwei UHD-Monitoren mit einer Auflösung von jeweils 3.840 x 2.160 zu sehen. Die Ausgabe erfolgt dann aber mit einer Bildwiederholfrequenz von 30 statt 60 Hz. Ob einen das im Desktopbetrieb stört oder nicht, ist eher Geschmackssache.

Im Prinzip auffälliger wäre es beim Betrachten von Videos, doch derzeit kann Raspbian 4K-60p-Videos in H.265 nicht Hardware-unterstützt abspielen, obwohl die Hardware dazu fähig wäre. In der Folge nerven ruckelnde 4K-Videos mehr als die geringe Bildwiederholfrequenz. Auch H.264-Inhalte können per Hardware dekodiert werden, doch hier fehlt es ebenfalls an Software-Unterstützung, unabhängig vom Abspielprogramm.

  • Raspberry Pi 4B(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der kleine Kühlkörper erwies sich als wenig nützlich.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite befinden sich keine Bauteile, aber auch hier wird der Raspberry Pi im Betrieb warm.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nur anhand der Produktbezeichnungen auf dem RAM selbst ist das Modell zu erkennen. Hier ist die 1-GByte-Variante zu sehen.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim 4-GByte-Modell ist der Aufdruck kürzer.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 2 USB-3-Ports kommen Nutzerwünschen entgegen.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die beiden Micro-HDMi-Ports anstelle des bisherigen HDMI-Ports.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Dual-Monitor-Setup hätten wir uns einst nicht vorstellen können.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Ein Dual-Monitor-Setup hätten wir uns einst nicht vorstellen können.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Die entsprechenden Arbeiten an der softwareseitigen Einbindung der Hardware-Dekodierung finden bereits statt, wann sie verfügbar sind, ist aber noch nicht bekannt. Die fehlende Unterstützung von Hardware-, insbesondere von Video-Komponenten kennen wir bislang nur von der Konkurrenz, aber nicht vom Raspberry Pi.

Unsere Video-Tests mit Kodi und der aktuellen Beta-Version von LibreElec 9.1 zeigen, dass der Raspberry Pi 4 als Mediaplayer trotzdem weiterhin tauglich ist - solange nicht größere Ansprüche bestehen als beim Raspberry Pi 3, sprich nur 1080p-Videomaterial abgespielt werden soll. Der Pi 4 unterstützt auch wie die Vorgänger CEC zur Steuerung von Kodi per TV-Fernbedienung. Kodi wird allerdings nur auf dem ersten Bildschirm dargestellt, mit dem zweiten kann das System nichts anfangen.

Doch wofür eigentlich zwei Monitore?

Nachdem wir uns an unserem Dual-Monitor-Setup sattgesehen haben, stellt sich für uns die Sinnfrage: Unsere beiden Monitore kosteten zusammen knapp 1.000 Euro, warum sollten wir da am zugehörigen Computer sparen? In der Praxis können wir uns nur wenige sinnvolle Szenarien vorstellen: ein Lehrer, der am Pi einen Monitor betreibt und den Desktop auf einem Beamer spiegelt.

Digital-Signage-Systeme dürften nun auch einfacher umzusetzen sein. Aber sonst? Für Video- und Grafikarbeiten fehlt auch dem Pi 4 weiterhin die Leistungskraft. Wer seinem Kind den ersten Computer spendiert, dürfte kaum gewillt sein, mal eben auch zwei Monitore statt einen zu organisieren.

Gute Aussichten für Retro-Fans

Lakka hat Anfang August 2019 eine Raspberry-Pi-4-taugliche Vorabversion der Distribution für Retro-Gamer veröffentlicht. Ein erster Test zeigt, dass das Pi 4 für die Playstation-1-Emulation keine Wünsche mehr übrig lässt. Die getesteten Spiele laufen flüssig und ohne Darstellungs- oder Soundfehler. Das gilt auch für die SNES-Emulation.

Die N64-Emulationen laufen hingegen noch nicht rund. Insbesondere bei größeren 3D-Welten gibt es deutliche Aussetzer in der grafischen Darstellung, während Rennspiele zum Beispiel flüssig laufen. Hier wird die Community noch an den Einstellungen feilen müssen. Andere Distributionen wie Retropie und Recalbox unterstützen den Raspberry Pi 4 derzeit noch nicht, arbeiten aber dessen Unterstützung.

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LinuxMcBook 20. Apr 2020

Lustig, genau das gleiche Netzteil nutze ich für meine Pi auch. Allerdings lief der 3...

bigm 03. Sep 2019

Hier stelle ich meine Lösung vor: https://forum.golem.de/read.php?128225,5465659,5468570

zuschauer 13. Aug 2019

Ich betreibe einige Kameras in engen Gehäusen von Kamera-Atrappen. Problem: mit dem...

zuschauer 13. Aug 2019

Und die "Helfershelfer" spielen mit - schließlich können sie ja nach einem getätigten...

RAW1 12. Aug 2019

Ach komm, das mit dem USB-C ist für mich beispielsweise vollkommen irrelevant, da das...


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