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Textverarbeitung ja, Netflix und Youtube nein

Einen relativ schnellen Start ins Homeoffice erreichen wir durch die exzellente Paketverwaltung von Linux-Betriebssystemen wie Raspbian und Ubuntu. Das Apt-Kommando ist unser Freund, denn damit lassen sich schnell und einfach essenzielle Programme installieren. Wir entscheiden uns neben Chromium für den Firefox-Browser für Webbrowsing, Libre Office als Textverarbeitungsprogramm und Mozilla Thunderbird als E-Mail-Client. Die Distribution Raspbian hat bereits einige Programme vorinstalliert, etwa den VLC Media Player, den simplen Texteditor Mousepad oder den Chromium-Browser. Letzteres Programm verwenden wir alternativ zu Firefox, denn unser Arbeitsspeicher wird schnell zum Flaschenhals. Es gibt auch Installationsimages von Raspbian, die komplett ohne Zusatzsoftware ausgeliefert werden und dafür nicht so viel Speicherplatz belegen.

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Für Bildbearbeitung können wir das funktionale, wenn auch etwas sperrige Gimp nutzen. Wie Adobe Photoshop werden auch hier Ebenen, Filter und andere erweiterte Funktionen unterstützt. Wir sollten allerdings aufpassen, nicht zu hoch auflösende Bilder zu bearbeiten. Die Hardware ist für solche Aufgaben nicht ausgelegt und Ruckler sorgen für ungenaue Eingaben und Frust. Wenn wir schnell Bilder in ihrer Größe ändern oder ein paar Farbwerte anpassen wollen, dann ist Gimp eine gute Wahl.

Mit 1 GByte RAM können wir etwa vier bis fünf Tabs in Chromium öffnen und nebenbei ein Libre-Office-Dokument bearbeiten. Das Problem: Sobald wir die Arbeitsspeicherkapazität ausreizen, muss die SD-Karte als Zwischenspeicher herhalten. Die ist dafür ungeeignet und viel zu langsam, so dass der Pi oft ins Stocken gerät und unbenutzbar wird.

Microsoft Teams ist zu viel des Guten

Hier müssen wir uns selbst regulieren. Das hat den zunächst nicht offensichtlichen Vorteil, dass wir uns fokussiert auf eine Aufgabe konzentrieren. Alternativ greifen Nutzer, die sehr viele Programme parallel ausführen möchten, zur 2- oder 4-GByte-Variante. Diese sind etwas teurer, lohnen sich aber auf jeden Fall.

  • An den Raspberry Pi passen jede Menge Peripheriegeräte.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Neben dem Pi selbst brauchen wir ein Micro-HDMI-Kabel, eine SD-Karte und ein USB-C-Netzteil.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Apt-Kommando ist unser Freund. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Netflix funktioniert leider nicht im Browser.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In der Raspi-config können wir diverse Einstellungen vornehmen.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir sollten den Arbeitsspeicher im Auge behalten.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gimp ist eine funktionale Alternative zu Photoshop. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nebeneinander Webbrowser, Dateimanager und Libre Office? Das funktioniert hier. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf der Raspberry-Pi-Homepage steht eine Installationsanleitung zur Verfügung.
  • Die Community um den Computer ist noch sehr aktiv.
Wir sollten den Arbeitsspeicher im Auge behalten. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Beim Verwenden der Teamchat-Software Microsoft Teams wird einmal mehr klar, dass unser Arbeitsspeicher nicht ausreicht. Schon das Öffnen der Web-App lässt diesen überlaufen, was zu fiesen Rucklern und einer unbenutzbaren Weboberfläche führt. Anwender, die Videokonferenzen durchführen, sollten also erst recht zum Raspberry Pi 4 mit mehr RAM greifen.

Wir sind überrascht, dass die CPU auch bei starkem Multitasking mithalten kann. Tabellenkalkulation, leichte Bildbearbeitung, Websurfen, Online-Shopping, E-Mails und Textverarbeitung sind für den Chip kein Problem. Erst wenn sich die Grafikeinheit auf dem Broadcom-SoC bemühen muss, kommt der kleine Rechner ins Stocken. Das fängt bereits bei Videoinhalten im Browser bei aktivierter Hardwarebeschleunigung in Chromium an. Auf dem Onlineportal Youtube sind Inhalte in 1080p von merklichen Frameeinbrüchen betroffen. Auch in 720p stockt die Seite merklich und stürzt in einigen Fällen sogar ab.

Kein Serienstreaming möglich

Hier gibt es einen kleinen Trick. Mit dem Kommandozeilenbefehl raspi-config können wir in den erweiterten Optionen der Grafikeinheit etwas mehr Shared-Videospeicher zuweisen. Eine Erhöhung des Speichers von 64 auf 128 MByte macht Youtube auch in 720p nutzbar.

Streamingseiten wie Netflix und Amazon Prime werden von Chromium und Firefox auf ARM-Systemen nicht unterstützt. Im Firefox stürzt der Web-Client von Netflix ab, was wir bereits beim Pinebook Pro im Test beobachtet haben. Googles Entschlüsselungsmodul steht nicht für diese Art der ARM-Linux-Rechner bereit - nur Chrome OS oder x86-Rechner können dies zurzeit nutzen. Daher sind solche Fehler erwartungsgemäß, wenn auch unglücklicherweise, vorhanden.

  • An den Raspberry Pi passen jede Menge Peripheriegeräte.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Neben dem Pi selbst brauchen wir ein Micro-HDMI-Kabel, eine SD-Karte und ein USB-C-Netzteil.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Apt-Kommando ist unser Freund. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Netflix funktioniert leider nicht im Browser.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In der Raspi-config können wir diverse Einstellungen vornehmen.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir sollten den Arbeitsspeicher im Auge behalten.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gimp ist eine funktionale Alternative zu Photoshop. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nebeneinander Webbrowser, Dateimanager und Libre Office? Das funktioniert hier. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf der Raspberry-Pi-Homepage steht eine Installationsanleitung zur Verfügung.
  • Die Community um den Computer ist noch sehr aktiv.
Netflix funktioniert leider nicht im Browser. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Der Raspberry Pi 4 ist mit verschiedenen Peripheriegeräten kompatibel. Raspbian hat etwa einen bereits voll funktionsfähigen USB- und Bluetooth-Stack. Wir konnten daran diverse Geräte anschließen und direkt nutzen, etwa Bluetooth-Tastatur, USB-Maus, USB-Headset, USB-Webcam und Lautsprecher per 3,5-mm-Klinke. Auch Laien dürften dabei keine Probleme haben.

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 Raspberry Pi 4 im Homeoffice: In der Not frisst der Teufel HimbeerenFür wen sich der Raspberry Pi 4 im Homeoffice lohnt 
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on(Golem.de) 19. Mai 2020 / Themenstart

Hallo, den Thread sehe ich jetzt erst. Gemeint sind natürlich 1,29 Watt. Danke für die Info.

Justus Jonas 19. Mai 2020 / Themenstart

Ich habe diverse Raspberrys bei mir zuhause in Aktion. Einer dient als Smart-Tv für eine...

renegade334 17. Mai 2020 / Themenstart

Keine Ahnung. Ich glaube du hast einfach das billigste Flash-Medium überhaupt verwendet...

mambokurt 17. Mai 2020 / Themenstart

LibreOffice. Und nicht jeder braucht ne Textverarbeitung im Homeoffice....

mambokurt 17. Mai 2020 / Themenstart

Irgendwie nimmt hier jeder so sein Usecase und verallgemeinert den auf den Rest der...

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