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Raspberry Pi 4: Bastler baut Retro-Cyberdeck mit Kippschaltern

Für interessante Bastelprojekte scheint der Raspberry Pi 4 eine Inspiration zu sein: So hat auch der Nutzer Reviiser Lab einen eigenen tragbaren Computer mit Touchscreen , Trackpad und sogar eigenem Akkupack gebaut. Dazu braucht es einen 3D-Drucker und Kreativität.
/ Oliver Nickel
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Reviiser Lab baut einen interessanten Retro-Computer. (Bild: Youtube.com/Reviiser Lab)
Reviiser Lab baut einen interessanten Retro-Computer. Bild: Youtube.com/Reviiser Lab

Der Bastler Reviiser Lab hat sein neues Projekt, den Reviiser V.1(öffnet im neuen Fenster) , vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen tragbaren integrierten Computer mit Tastatur, 7-Zoll-Touchpanel und einem Trackpad an der Seite. Das System wurde rund um einen Raspberry Pi 4 gebaut und vor allem mit Teilen aus dem 3D-Drucker zusammengesetzt. Der Reviiser V.1 erinnert an das Konzept eines Cyberdecks, das eine Tastatur, ein Display und Rechenhardware in einem tragbaren Gehäuse vereint.

In einem Youtube-Video zeigt der Bastler seine Kreation und beschreibt dessen Herangehensweise. Er wollte möglichst wenig permanente Verbindungen durch Löten herstellen und hat deshalb viele der USB-Anschlüsse des Raspberry Pi verwendet. "Ich ändere alle 5 Sekunden meine Meinung" , sagt er im Video. Deshalb soll der Computer so modular wie möglich sein. Dafür sind zudem einige Aussparungen an der Gehäuseseite vorhanden, an die künftige Projekte angedockt werden sollen.

An der Rückseite ist eine handelsübliche Powerbank mit 30.000 mAh in einem 3D-gedruckten Käfig eingeschoben. Diese ist per USB Typ-C an den Raspberry Pi angebunden und versorgt diesen mit Energie. An der oberen Seite der Halterung wurde absichtlich eine Lücke freigelassen, um die Powerbank im Betrieb aufzuladen. Die beiden Netzschalter sind permanent mit dem Mini-PC im Inneren verbunden. Es handelt sich um Kippschalter, die das Gefühl eines alten Computers mit analogen Eingabemethoden verstärken. Das Trackpad ist an der rechten Seite des Gehäuses angebracht.

Die primäre Eingabemethode ist eine herkömmliche 65-Prozent-Tastatur mit mechanischen Schaltern. Reviiser Lab hat dabei die Hauptplatine samt Switches ausgebaut und in eine 3D-gedruckte Schale eingesetzt. Diese ist mit einem Scharnier mit dem Hauptteil verbunden und kann mit zwei Schnallen eingefahren werden. Das so geklappte Gerät ist dann ein kompakter Kasten zum Mitnehmen.

Projekte wie diese sind an sich nicht neu: Sie zeigen aber, was für kreative Ideen mit einfachen Mitteln bereits möglich sind. Reviiser Lab will entsprechende .stl-Dateien seines Projekts für den Eigenbau später bereitstellen. Den Prozess dokumentiert er auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) .


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