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Raspberry Pi 3 im ersten Test: Kein Grund zur Eile

Die Fangemeinde des Raspberry Pi ist vielfältig. Wir haben uns angeschaut, wer mit dem neuen Modell schon seinem Hobby nachgehen kann und wer besser noch bei einem älteren Modell bleibt.

Artikel von veröffentlicht am
Raspberry Pi 3
Raspberry Pi 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das Raspberry Pi 3 kommt mit einem neuen Prozessor, WLAN und Bluetooth. Ansonsten bleibt vieles gleich. Eine pauschale Aussage, welche Software mit dem Raspberry Pi 3 läuft oder sogar davon profitiert, ist schwer zu treffen. Wir haben uns angeschaut, wie sich der neue Bastelrechner im Vergleich zum Vorgänger schlägt und ob beliebte Programme mit dem neuen Prozessor und dessen Architektur schon zurechtkommen.

Das Netzteil muss nicht ausrangiert werden

Bevor es losgehen kann, benötigen wir ein Netzteil für den Micro-USB-Anschluss. Der Hersteller empfiehlt ein USB-Netzteil, das bei 5V 2,5 Ampere liefern kann. Das haben wir allerdings nicht zur Hand. Unser 2A-Netzteil erweist sich aber während des Tests als vollkommen ausreichend. Bei 100 Prozent Last, mit aktivem WLAN, angeschlossener Maus und Tastatur zieht das Gerät im Maximalfall 580 mAmpere, üblicherweise aber um 300 bis 400 mAmpere. Nur wer darüber hinaus Peripherie über USB oder GPIO mit Strom versorgen will, muss über ein neues Netzteil nachdenken. Außerdem sollte die Länge des USB-Kabels im Auge behalten werden, wie sich zeigen wird.

Als Nächstes bereiten wir die Micro-SD-Karte vor; wir spielen das aktuelle Raspbian-Image vom 29. Februar 2016 auf. Die neue Version funktioniert nicht nur mit dem Raspberry Pi 3, sondern auch mit den Vorgängern. Die Raspberry Pi Foundation setzt dabei immer noch auf eine 32-Bit-Variante, auch wenn der neue Broadcom BCM2837 auch einen 64-Bit-Befehlssatz bietet.

Drahtloses Netzwerk einfach einrichten

Der Start verläuft flott, nach 20 Sekunden ist der Desktop da. Wir rufen die GUI-Version von Raspi-Config auf, um die Orts- und Tastatureinstellungen vorzunehmen. Wer bei der Gelegenheit auch gleich noch das Raspberry Pi übertakten will, hat dazu keine Möglichkeit - die Einstellung ist zwar da, erlaubt aber keine Änderung des Wertes.

  • Raspberry Pi 2 (l.) und Pi 3 (r.) (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der neue Prozessor ist so groß wie der alte. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Keramikantenne ist neu. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite befindet sich der zugehörige Mikrochip, daneben die winzige Lötfläche neben noch winzigeren SMD-Bauteilen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Konfigurationsoptionen für die WLAN-Funktion sind sehr begrenzt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gewünschtes WLAN anklicken und schon ist man drin nach Passwortangabe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Raspberry Pi 3 hat keine Probleme mit mehreren parallel laufenden Desktop-Anwendungen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kodi (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der PS3-Controller ist per Bluetooth angeschlossen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Die Konfigurationsoptionen für die WLAN-Funktion sind sehr begrenzt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
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Im Localisation-Tab finden wir eine neue Einstellung für das Wifi: Dort wählen wir als Wifi Country Deutschland. Erkennbare Auswirkungen hat das aber nicht. Laut iw list sind nur die Kanäle 1 bis 11 nutzbar. Dabei zeigt sich, dass das Raspberry Pi 3 auch als Access Point verwendet werden kann.

Die eigentliche Verbindung mit unserem WLAN nehmen wir über das Netzwerk-Icon in der rechten oberen Ecke des Desktops vor. Per Linksklick lassen wir uns die Liste der verfügbaren WLAN-Netzwerke anzeigen. Wir wählen unser Netzwerk aus, geben das Kennwort ein und sind drin. Trotz der nur kleinen Keramikantenne ist die Empfangsleistung in unserem Büro mit seinen Trockenwänden in Ordnung. Leider wurde auf einen Antennenstecker verzichtet. Allerdings hat der Rechner die erforderlichen Lötflächen für eine U.FL-Buchse. Sie von Hand anzulöten, ist aber aufgrund der Größe und des verfügbaren Platzes eine Herausforderung.

Mit Iperf testen wir die Performance der drahtlosen Verbindung: Mit 45 MBits pro Sekunde ist sie recht ordentlich. Die Geschwindigkeit der weiterhin per USB angebundenen Ethernet-Verbindung ist mit 95 MBits pro Sekunde nahe am Maximum.

Benchmark mit Hindernissen 
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zilti 28. Apr 2016

Weils performanter ist. So lange dauert Kompilieren übrigens nicht, und es gibt seit...

Astorek 19. Mär 2016

Es ist "möglich", aber nicht effizient. Festplatten lassen sich, wie unter Linux üblich...

zilti 14. Mär 2016

Also bitte. Vierzehn Tage.

nixidee 10. Mär 2016

Wobei ich gerade sehe, das man nun auch ohne NVIDIA Grafikkarte streamen kann. Da man...

Michael H. 09. Mär 2016

Kann ich dir in ein paar Tagen sagen wenn er da ist. Habe von Buffalo aus Japan diesen...


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