Aufbewahrung im Dunklen ist keine Pflicht

Auch das Raspberry Pi 3 ist, wie schon sein Vorgänger, empfindlich gegenüber Xenon-Blitzlicht und stürzt dabei ab, ohne allerdings Schaden zu nehmen. Diesmal ist aber anscheinend nicht ein Bauteil bei der Stromversorgung verantwortlich, sondern der Funkchip auf der Rückseite, wie wir durch Probieren herausgefunden haben. In der Praxis dürfte der Effekt kaum von Bedeutung sein. Das Blitzlicht muss in weniger als 10 cm Abstand zum Chip aufleuchten, um Wirkung zu zeigen.

Verfügbarkeit und Preis

Das Raspberry Pi 3 wird von vielen Händlern angeboten, wie zum Beispiel Pollin, Farnell und Watterott, ist aber zum Teil schon ausverkauft. Neue Lieferungen dürften aber bei weitem nicht so lange auf sich warten lassen wie derzeit beim Raspberry Pi Zero. Die Endkundenpreise bewegen sich in Deutschland zwischen 39 und 45 Euro.

Fazit

Der Aufpreis für das Raspberry Pi 3 von 2 bis 3 Euro gegenüber dem Pi 2 wirkt in Anbetracht der Leistungssteigerung und der Funktechnik fast zu gering. Da fällt es schwer, nicht einfach eine uneingeschränkte Kaufempfehlung auszusprechen. Einzig die höheren Anforderungen an eine stabile und störungsfreie Spannungsversorgung sprechen unmittelbar gegen das Raspberry Pi 3.

  • Raspberry Pi 2 (l.) und Pi 3 (r.) (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der neue Prozessor ist so groß wie der alte. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Keramikantenne ist neu. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite befindet sich der zugehörige Mikrochip, daneben die winzige Lötfläche neben noch winzigeren SMD-Bauteilen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Konfigurationsoptionen für die WLAN-Funktion sind sehr begrenzt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gewünschtes WLAN anklicken und schon ist man drin nach Passwortangabe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Raspberry Pi 3 hat keine Probleme mit mehreren parallel laufenden Desktop-Anwendungen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kodi (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der PS3-Controller ist per Bluetooth angeschlossen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Raspberry Pi 2 (l.) und Pi 3 (r.) (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Die Leistungsunterschiede sind aber nicht so extrem, dass sie jederzeit spürbar wären, bei einem reinen Mediacenter dürften sie nicht auffallen. Der Leistungsschub beim Wechsel vom originalen Raspberry Pi zum Pi 2 vor einem Jahr war deutlich größer. Der damalige Architekturwechsel ermöglicht auch eine Einschätzung, wie schnell die im Artikel genannten Softwareprobleme durch die Community gelöst werden könnten: innerhalb von drei bis vier Wochen. Vermutlich sogar schneller, weil diesmal beim Start schon deutlich mehr funktioniert. Allerdings gilt diese Schätzung nicht für die Weiterentwicklung anderer Betriebssysteme.

Es gibt also keinen Grund, jetzt so schnell wie möglich vom Raspberry Pi 2 auf einen Pi 3 zu wechseln. Auch Einsteiger sollten die nächsten Wochen noch die Finger vom neuen Modell lassen. Nur Retropie-Fans und Bastler, die sowieso ein Raspberry Pi mit Funktechnik ausstatten wollten, sollten sich in das Rennen um die nächste verfügbare Lieferung werfen.

Nachtrag vom 2. März 2016, 9:50 Uhr

Mittlerweile sind Updates von Windows 10 IoT und OpenELEC erschienen. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

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 Mediacenter-Fans müssen warten
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zilti 28. Apr 2016

Weils performanter ist. So lange dauert Kompilieren übrigens nicht, und es gibt seit...

Astorek 19. Mär 2016

Es ist "möglich", aber nicht effizient. Festplatten lassen sich, wie unter Linux üblich...

zilti 14. Mär 2016

Also bitte. Vierzehn Tage.

Anonymer Nutzer 10. Mär 2016

Wobei ich gerade sehe, das man nun auch ohne NVIDIA Grafikkarte streamen kann. Da man...



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