Mediacenter-Fans müssen warten

Auf dem Stand des Raspberry Pi 2 sind auch die Grafik- und Videofähigkeiten des Raspberry Pi 3, insbesondere kann h.265 weiterhin nicht durch die Hardware decodiert werden. Allerdings sollte es deshalb gerade beim Mediacenter-Einsatz kaum Softwareprobleme gegeben. So installieren wir Kodi und starten es. Die Anwendung wechselt in den Vollbildmodus, der Fernseher vermeldet die Aktivierung von HDMI-CEC, die bekannte Hintergrundgrafik erscheint, und wir warten auf das Menü. Doch nichts passiert. Kodi ist eingefroren.

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Eher zufällig werfen wir einen Blick auf die OpenELEC-Webseite. Und die Downloadsektion der Distribution (Version 6.0.2) verkündet tatsächlich, dass sie das Raspberry Pi 3 unterstützt. Also bereiten wir eine neue Micro-SD-Karte vor. Sie bootet, und aus den Augenwinkeln sehen wir, wie die SMB-Shares von OpenElec im Netzwerk auftauchen. Doch unsere Hoffnung wird zerstört, denn auch hier sehen wir von Kodi nur das Hintergrundbild und weiter passiert nichts.

Beim finalen Test mit Mplayer können wir schließlich doch noch ein Video anschauen, notgedrungen aber ohne viel Komfort.

  • Raspberry Pi 2 (l.) und Pi 3 (r.) (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der neue Prozessor ist so groß wie der alte. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Keramikantenne ist neu. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite befindet sich der zugehörige Mikrochip, daneben die winzige Lötfläche neben noch winzigeren SMD-Bauteilen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Konfigurationsoptionen für die WLAN-Funktion sind sehr begrenzt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gewünschtes WLAN anklicken und schon ist man drin nach Passwortangabe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Raspberry Pi 3 hat keine Probleme mit mehreren parallel laufenden Desktop-Anwendungen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kodi (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der PS3-Controller ist per Bluetooth angeschlossen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Kodi (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Bei weiteren Versuchen mit Kodi hatten wir hingegen Erfolg. Dabei hatten wir das Raspberry Pi jeweils an einen älteren Toshiba-Fernseher und einen Computermonitor angeschlossen. Beide unterstützen kein HDMI-CEC. Unsere ersten Tests fanden hingegen mit zwei jüngeren Samsung-Geräten statt.

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Nur Stunden nach Erscheinen unseres Tests erschien eine aktualisierte Fassung von OpenELEC (Version 6.0.3). Damit klappte alles, einschließlich der Unterstützung von HDMI-CEC, auch auf unseren TV-Geräten von Samsung.

Daddel-Fans können loslegen

Besser sieht es für Spielefans aus. Wir installieren Retropie per Setup-Skript auf unserem Raspbian. Auf den Einsatz des fertigen Images verzichten wir, da es noch nicht die Treiber für WLAN und Bluetooth enthalten dürfte. Dass diese Entscheidung richtig war, zeigt uns später auch ein Versuch, Recalbox zu installieren - über den Bootscreen kommen wir nicht hinaus.

Emulationstation startet ohne Probleme. Im Retropie-Menü können wir die WLAN-Verbindung konfigurieren. Viel spannender ist jedoch die Frage, ob unser PS3-Controller per Bluetooth funktioniert. Dazu rufen wir wieder das Retropie-Setup auf. Dort können wir unter Setup unseren PS3-Controller anmelden und mit dem Raspberry Pi verbinden.

  • Raspberry Pi 2 (l.) und Pi 3 (r.) (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der neue Prozessor ist so groß wie der alte. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Keramikantenne ist neu. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite befindet sich der zugehörige Mikrochip, daneben die winzige Lötfläche neben noch winzigeren SMD-Bauteilen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Konfigurationsoptionen für die WLAN-Funktion sind sehr begrenzt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gewünschtes WLAN anklicken und schon ist man drin nach Passwortangabe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Raspberry Pi 3 hat keine Probleme mit mehreren parallel laufenden Desktop-Anwendungen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kodi (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der PS3-Controller ist per Bluetooth angeschlossen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Anschlüsse sind weiterhin dort, wo sie auch beim Pi 2 liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Der PS3-Controller ist per Bluetooth angeschlossen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

In Emulationstation selbst geht dann die Controller-Konfiguration flott von der Hand. So hangeln wir uns schließlich drahtlos mit dem PS3-Controller durch die Menüs. Doch wir wollen spielen und starten Mario Kart 64. So weit klappt auch alles. Doch kaum sind wir 2 Sekunden gefahren, friert plötzlich der Bildschirm ein. Bei nachfolgenden Versuchen passiert das schon bei der Fahrerauswahl, manchmal werden aber auch die Tasten einfach nicht mehr erkannt. Auch bei Crash Bandicoot auf dem Playstation-Emulator treten diese Probleme im Startmenü des Spiels auf. Mit unserem kabelgebundenen Xbox-Controller funktioniert hingegen alles.

Bei der Performance des N64- wie PSX-Emulators zeigen sich bei beiden Spielen leichte Verbesserungen, die sich durchaus positiv auf die Steuerungsgenauigkeit auswirken.

Alternative Betriebssysteme starten nicht

Aufgrund unserer obigen negativen Erfahrung mit OpenElec und Kodi probieren wir auch OSMC aus, doch trotz anderslautender Aussagen können wir es auf dem Raspberry Pi 3 nicht starten. Das aktuelle Image stammt noch vom Januar 2016.

Von Windows 10 IoT Core ist ein Insider-Build erschienen, bisherige Images funktionieren nicht mit dem Raspberry Pi 3. Auch Snappy Ubuntu Core läuft derzeit noch nicht, die Unterstützung für das Raspberry Pi 3 wurde bislang auch noch nicht angekündigt.

Nicht allzu alte Raspbian-Versionen sind hingegen auf dem Raspberry Pi 3 lauffähig, ohne Update liegt dabei aber die Funktechnik brach.

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zilti 28. Apr 2016

Weils performanter ist. So lange dauert Kompilieren übrigens nicht, und es gibt seit...

Astorek 19. Mär 2016

Es ist "möglich", aber nicht effizient. Festplatten lassen sich, wie unter Linux üblich...

zilti 14. Mär 2016

Also bitte. Vierzehn Tage.

Anonymer Nutzer 10. Mär 2016

Wobei ich gerade sehe, das man nun auch ohne NVIDIA Grafikkarte streamen kann. Da man...



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