Raspberry Pi 2: Die Feierabend-Maschine

Das Raspberry Pi 2 ist der Rechner fürs eigene Mediencenter und kann in eine Retro-Spielekonsole verwandelt werden. Und das alles ohne großen Aufwand.

Artikel von veröffentlicht am
Raspberry Pi 2 mit Xbox-360-Controller
Raspberry Pi 2 mit Xbox-360-Controller (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Während andere versuchen, produktiv mit ausgewachsenen Desktopanwendungen mit dem neuen Raspberry Pi 2 zu arbeiten, wollen wir einfach nur spielen - und Videos gucken. Deswegen haben wir ausprobiert, ob Open Elec fürs Mediencenter und Retro Pie als Spielekonsolen-Emulator von der gestiegenen Rechenpower des Raspberry Pi 2 profitieren. Um es vorwegzunehmen: Ja, das tun sie. Ein Problem gibt es nur an einer Stelle, und daran ist wohl nicht die Hardware schuld.

Inhalt:
  1. Raspberry Pi 2: Die Feierabend-Maschine
  2. Unkompliziertes Daddeln
  3. Mario-Fans sollten Experimente wagen

Wer eine unkomplizierte Mediencenter-Lösung auf dem Raspberry Pi sucht, wird mit Open Elec bestens bedient. Die reduzierte Linux-Distribution wurde um Kodi/XBMC herum aufgebaut. Es ist eine fertig konfigurierte Lösung: Image-Datei von der Webseite herunterladen, auf eine Micro-SD-Karte schreiben, in das Raspberry einlegen, fertig.

Da für das Raspberry Pi 2 ein neuer Kernel notwendig ist, konnten die bestehenden Images nicht verwendet werden. Aber kaum 24 Stunden, nachdem das Raspberry Pi 2 erschienen war, stellte das Open-Elec-Team bereits die Version 5.0.1 zur Verfügung. Diese funktioniert auch auf dem neuen Pi.

Während dieser Artikel entstand, wurde bereits die Version 5.0.3 veröffentlicht - doch selbst bei der früheren Version hatten wir nichts an Open Elec auszusetzen. Egal, ob wir Full-HD-Filme vom USB-Stick oder per Ethernet von unserem Samba-Fileserver anschauten: Nie ruckelte es. Zu keinem Zeitpunkt fror die Bedienungsoberfläche ein oder reagierte zu spät. Innerhalb unseres Netzwerks konnten wir gleichzeitig per SSH, SMB und über den eingebauten Webserver auf das Raspberry Pi zugreifen.

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Alle notwendigen Einstellungen zum Ansprechen des Netzwerklaufwerkes und zum Aktivieren des SSH-Zugangs können wir flüssig über die Open-Elec-Oberfläche vornehmen - ohne weitere Konfiguration sogar per TV-Fernbedienung, denn unser Fernseher beherrscht CEC über HDMI.

Unser Raspberry Pi hing während des Tests auch mehrere Tage angeschaltet am Fernseher. Sobald wir den Fernseher anschalteten oder vom normalen Fernsehprogramm zum Raspberry wechselten, war dieser sofort ansprechbar. Weder stellten wir in dieser Zeit eine merkliche Wärmeentwicklung fest, noch zeigten sich Instabilitäten.

Einen Schreckensmoment hatten wir lediglich, nachdem wir von einem frisch per SMB eingebundenen Netzlaufwerk ein Video abspielten. Dies begann plötzlich zu stocken, und das Pi reagierte nur noch verzögert auf unsere Benutzereingaben. Die Ursache war einfach zu finden, Open Elec war damit beschäftigt, das relativ große SMB-Laufwerk zu indizieren. Als das einmal erledigt war, gab es keine solchen Verzögerungen mehr.

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Unkompliziertes Daddeln 
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MrMiyagi 13. Apr 2015

Für mich ist es wichtig, gerade beim Einsatz als Mediacenter, eine Festplatte anschließen...

dgtl 13. Apr 2015

Ja, kein Problem

Phreeze 30. Mär 2015

Mupen ist sehr pingelig und läuft eigentlich nur mit 5-6 Games gut, andere gar nicht...

MichaelGerullis 25. Mär 2015

Ja, der wird benötigt. Ich denk normal bekommt man ihn nur im Zusammenhang mit einem...



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