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Raptor Lake Refresh: Intels neue Desktop-Prozessoren sind da

Intels 14. Generation basiert wieder auf der Raptor-Lake-Architektur. Sie bekommt mehr Taktrate und teilweise noch mehr Cores.

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Die neuen Desktop-Chips von Intel basieren ebenfalls auf Raptor-Lake. (Symbolbild) (Bild: Intel/Montage:Golem.de)

Intel hat die neue Desktop-Prozessorreihe der 14. Generation vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen Refresh der bekannten Raptor-Lake-Architektur. Im mobilen Bereich wird später mit Meteor Lake eine neue Architektur eingeführt. Im Desktop-Bereich werden vor allem mehr Cores und ein höherer Boost-Takt angestrebt. Insgesamt sollen die CPUs laut Intel 23 Prozent mehr Gaming-Leistung gegenüber den Modellen des "führenden Konkurrenten" bieten – gemeint ist hier wohl AMD.

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Der Leistungszuwachs lässt sich ohne weiteren von Intel gegebenen Kontext also auch auf die CPUs der hauseigenen Raptor-Lake-Generation übertragen, da sie sich mit den aktuellen Ryzen-7000-CPUs in etwa vergleichen lassen. Ohne Benchmark-Werte lässt sich die Aussage zudem generell nicht bestätigen. Angesichts der eher geringen Änderungen gehen wir von weniger Leistungszuwachs aus.

Core i9 mit mehr Takt

Die neuen Intel-CPUs teilen sich zudem wieder in drei Kategorien ein: Core i9 als High-End-Modell, Core i7 für schnelle Gaming-Systeme und Core i5 als Preis-Leistungs-Option. Alle Modelle sollen mit den bereits im Umlauf befindlichen Z790- und Z690-Chipsätzen kompatibel sein. Bei einem Upgrade muss also kein neues Mainboard gekauft werden.

Die Spitze bildet der Core i9-14900K und 14900KF ohne integrierte Grafikeinheit. Der setzt weiterhin auf insgesamt 24 Cores, davon 8 P- und 16 E-Kerne. Wie schon bekannt, unterstützen nur die P-Cores Hyper-Threading. Das bringt die Anzahl der Threads auf 32. Ein Unterschied zum Vorgängermodell: Intel erhöht den Maximaltakt von 5,8 auf 6 GHz. Andere Parameter wie L2/L3-Cache und der unterstützte DDR5-5600-RAM bleiben gleich. Auch bei der integrierten GPU gibt es keine Änderungen.

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NameCore i9-14900K/KFCore i7-14700K/KFCore i5-14600K/KF
ArchitekturRaptor-LakeRaptor-LakeRaptor-Lake
Cores24 (8P+16E), 32 Threads20 (8P+12E), 28 Threads14 (6P+8E), 20 Threads
TaktrateBis 6 GHz, 4,4 GHz (E-Cores)Bis 5,6 GHz, 4,3 GHz (E-Cores)Bis 5,3 GHz, 4,0 GHz (E-Cores)
Cache32 MByte L2, 36 MByte L328 MByte L2, 33 MByte L320 MByte L2, 24 MByte L3
RAMbis DDR4-3200, DDR5-5600, 2 Channelsbis DDR4-3200, DDR5-5600, 2 Channelsbis DDR4-3200, DDR5-5600, 2 Channels
iGPUIntel UHD Graphics 770 @ 1650 MHzIntel UHD Graphics 770 @ 1600 MHzIntel UHD Graphics 770 @ 1550 MHz
PCIePCIe 4.0 x4, PCIe 5.0 x16PCIe 4.0 x4, PCIe 5.0 x16PCIe 4.0 x4, PCIe 5.0 x16
Intels Desktop-CPUs der 14. Generation

Der Core i7-14700K (und KF) ist wohl das größte Upgrade zur Vorgängergeneration. Er kann nun auf 20 Cores zugreifen, die sich auf 8 P-Cores und 12 E-Cores für maximal 28 Threads aufteilen. Das Vorgängermodell verwendet nur 8 P- und 8 E-Cores. In einigen Anwendungsszenarien dürfte das SoC deshalb schneller sein, zumal auch der maximale Boost-Takt um 200 MHz auf 5,6 GHz angehoben wurde. Der L2-Cache steigt von 24 auf 28 Mbyte, der L3-Cache von 30 auf 33 Mbyte.

Als drittes Modell folgt der Core i5-14600K (und KF). Interessanterweise finden wir bei dem Modell keine sichtbare Änderung vor. Das SoC setzt weiterhin auf 14 Cores (6P/8E) und einen Maximaltakt von 5,3 GHz.

Generell sollen alle Modelle mit dem kommenden Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 kompatibel sein. Das wird allerdings über externe Chips geregelt. Die Prozessoren integrieren selbst ein Modul für Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Außerdem unterstützt das Raptor-Lake-Refresh Thunderbolt 4 und Thunderbolt 5.

Intel wird die neuen Modelle der 14. Generation ab dem 17. Oktober 2023 verkaufen. Preise nannte das Unternehmen nicht.