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Raptor Lake Refresh: Intel untersucht Probleme mit Core-i9-CPUs

Der Hersteller geht vermehrten Berichten über Probleme in Spielen nach. Es könnte einen Zusammenhang mit den Einstellungen einiger UEFI -Versionen geben.
/ Martin Böckmann
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Besonders Fortnite-Spieler berichten aktuell von Problemen mit Intels schnellsten Gaming-Chips. (Bild: Epic Games)
Besonders Fortnite-Spieler berichten aktuell von Problemen mit Intels schnellsten Gaming-Chips. Bild: Epic Games

Intel hat gegenüber ZDnet Korea(öffnet im neuen Fenster) angegeben, dass der Hersteller derzeit Berichten über gehäufte Abstürze in Spielen nachgehe. Davon sollen Core-i9-Prozessoren der Generation Raptor Lake und Raptor Lake Refresh betroffen sein. Nutzer berichten in Foren und auf Reddit von Problemen in Fortnite, The Finals und Tekken 8. Allgemein scheinen Titel mit der Unreal Engine 5 auf Intel Core i9-13900K und i9-14900K nicht immer richtig zu laufen.

In einigen Fällen bekommen Nutzer eine "out of memory"-Fehlermeldung zu sehen, seltener sind komplette Abstürze, die einen Neustart erfordern. In einigen Fällen hat es geholfen, die Leistungsaufnahme im UEFI auf die von Intel festgelegten Werte zu begrenzen. Statt maximal 253 Watt erlauben viele Mainboardhersteller den Prozessoren kurzfristig eine unbegrenzt hohe Leistungsaufnahme.

Der Prozessor kann unter diesen Umständen trotz hoher Belastung per Turbo-Boost eine hohe Taktrate erreichen, sofern die Kühllösung dafür ausreichend dimensioniert ist. Da die Taktrate und auch die damit zusammenhängende Betriebsspannung vom Prozessor selbst vorgegeben werden, sollte die CPU trotz unbeschränkter Leistungsaufnahme keinen Zustand erreichen, der zu Instabilität führt.

Vermutlich kein Hardwaredefekt

Gegen einen Konfigurationsfehler der Hardware spricht die auffällige Häufung der Abstürze in wenigen Spielen. Intel dürfte in den nächsten Wochen analysieren, ob hier eine besonders ungewöhnliche Auslastung der CPU vorliegt und könnte Anpassungen per Firmware-Update vornehmen. Auch Konflikte mit den Chipset- und Management-Engine-Treibern könnten ursächlich sein.

Bis dahin können Nutzer weiterhin über die Einschränkung der Leistungsaufnahme im UEFI für Abhilfe sorgen. Häufig wird beim Laden eines XMP-Speicherprofils das Leistungslimit effektiv aufgehoben. Besonders in Spielen ist der Performance-Gewinn hierdurch aber eher gering. Erst bei hoher Belastung, etwa durch 3D-Rendering oder Videobearbeitung, haben die Einstellungen einen signifikanten Einfluss auf die Rechenleistung. Die Intel-Standardeinstellung mit fester Begrenzung ist daher in vielen Fällen die sinnvollere Option.


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