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Raptor Lake: Intel stellt Prozessoren ohne Effizienz-Kerne vor

Für den Embedded-Bereich erscheinen CPUs, die nur mit P-Kernen bestückt sind. Sie können mehr als nur eine Marktlücke füllen.
/ Martin Böckmann
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Einige Raptor-Lake-Prozessoren gibt es auch ohne Effizienz-Kerne. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Einige Raptor-Lake-Prozessoren gibt es auch ohne Effizienz-Kerne. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Intel hat ohne größere Ankündigung eine Reihe neuer Prozessoren(öffnet im neuen Fenster) aus der Raptor-Lake-Refresh-Serie ins Sortiment aufgenommen. Sie sind ausschließlich mit Performance-Kernen ausgestattet und dürften sich damit hauptsächlich für Computerspiele sowie KI-Inferenz eignen. Insgesamt neun Prozessoren kommen mit dem Suffix "E" am Ende der Modellbezeichnung auf den Markt, denn der Embedded-Markt soll das hauptsächliche Einsatzgebiet der Chips sein.

Neben den Effizienz-Kernen fehlt auch deren L3-Smart-Cache, während der L2-Cache der Performance-Kerne gleich bleibt. Auch auf TVB verzichtet Intel bei den Embedded-CPUs, in der Spitze fehlen dem Core i9-14901KE dadurch 200 Mhz. Die Leistungsaufnahme bleibt laut TDP-Angaben auf dem Niveau der Desktop-Chips, pro Kern steht entsprechend mehr Strom zur Verfügung.

Einige der neuen Prozessoren könnten für Gamer interessant sein, sofern die Preise die verringerte Gesamtleistung widerspiegeln. Effizienz-Kerne sind für die meisten Spiele zwar kein Problem mehr und verringern die Performance nicht, deutliche Mehrleistung bringen sie in den allermeisten Spielen aber ebenso wenig. Prozessoren, die ausschließlich schnelle P-Kerne haben, sind dadurch gut geeignet.

Ein Prozessor mit 12 P-Kernen soll folgen

Bereits seit einiger Zeit gibt es außerdem Gerüchte um Bartlett Lake, ebenfalls eine Prozessorserie für Intels NEX-Sparte (Netzwerk und Edge). Dort sollen bis zu 12 Performance-Kerne verbaut werden, ebenfalls basierend auf der Raptor-Cove-Architektur. Im Gegensatz zu den am Wochenende präsentierten Prozessoren ist dieses Modell aber noch nicht bestätigt. Gerade für KI-Inferenz in Edge-Geräten sind Performance-Kerne gefordert, um möglichst schnellere Reaktionszeiten zu gewährleisten.

Intel Core-i-14000 E-Serie (Raptor Lake Refresh) - Nur mit halbem L2-Cache
Modell Kerne/Threads L3-Cache L2-Cache Boost-Takt Basis-Taktfrequenz TDP (Watt)
Intel Core i9-14900K 24/32 (8P+16E) 36 MByte 32 MByte 6,0 GHz (TVB) 3,2 / 2,4 GHz 125
Core i9-14901KE 8/16 (8P) 36 MByte 16 MByte 5,8 GHz 3,8 GHz 125
Core i9-14901E 8/16 (8P) 36 MByte 16 MByte 5,6 GHz 2,8 GHz 65
Core i9-14901TE 8/16 (8P) 36 MByte 16 MByte 5,5 GHz 2,3 GHz 45
Core i7-14701E 8/16 (8P) 33 MByte 16 MByte 5,4 GHz 2,6 GHz 65
Core i7-14701TE 8/16 (8P) 33 MByte 16 MByte 5,2 GHz 2,1 GHz 45
Core i5-14501E 6/12 (6P) 24 MByte 12 MByte 5,2 GHz 3,3 GHz 65
Core i5-14501TE 6/12 (6P) 24 MByte 12 MByte 5,1 GHz 2,2 GHz 45
Core i5-14401E 6/12 (6P) 24 MByte 12 MByte 4,7 GHz 2,5 GHz 65
Core i5-14401TE 6/12 (6P) 24 MByte 12 MByte 4,5 GHz 2 GHz 45

Sollte die CPU ebenfalls erscheinen, hätte Intel damit für den Sockel LGA-1700 einen unverhofften Upgrade-Pfad geschaffen. Allerdings unter der Voraussetzung, dass Mainboard-Hersteller entsprechende UEFI-Updates veröffentlichen und Intel den Distributoren erlaubt, die Prozessoren auch im freien Handel anzubieten. Aus Effizienzgründen dürften Arrow Lake-S und Zen 5 dennoch in den meisten Fällen die sinnvollere Upgrademöglichkeit darstellen.


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