Ransomware: US-Regierung setzt Kopfgeld auf Hackergruppe aus

Nach dem Hack der größten Benzin-Pipeline der USA zahlt die Regierung bis zu 10 Millionen US-Dollar für Hinweise auf die Täter.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Ermittler des FBI im Einsatz
Ermittler des FBI im Einsatz (Bild: Robyn Beck/AFP via Getty Images)

Die US-Regierung hat eine hohe Belohnung ausgelobt, um gegen die Drahtzieher des Ransomware-Angriffs auf die größte Benzin-Pipeline der USA - die Colonial Pipeline - vorzugehen. Der Angriff hatte bereits im Mai 2021 stattgefunden.

Das US-Außenministerium teilte am 4. November in Washington mit, bis zu zehn Millionen US-Dollar würden gezahlt für Informationen, die dazu beitrügen, Führungsfiguren der internationalen Ransomwaregruppe Darkside zu identifizieren oder aufzuspüren.

Zusätzlich würden bis zu fünf Millionen US-Dollar angeboten für Informationen, die zu einer Festnahme oder Verurteilung jeglicher Personen führten, die in Ransomware-Attacken der Gruppe verwickelt seien.

"Darüber hinaus bietet das Ministerium eine Belohnung von bis zu 5.000.000 Dollar für Informationen, die zur Verhaftung und/oder Verurteilung einer Person in einem beliebigen Land führen, die sich zur Teilnahme an einem Vorfall mit einer Variante der Darkside-Ransomware verschworen hat oder dies versucht", teilte das US-Außenministerium mit. Entsprechend dürften die Belohnungen auch für die Darkside-Nachfolgeorganisation Blackmatter gelten.

Ein Ransomware-Angriff mit weitreichenden Folgen

Die Ransomwaregruppe Darkside konnte über ein kompromittiertes Passwort in das Netzwerk von Colonial eindringen, insgesamt rund 100 GByte Daten kopieren und Rechner verschlüsseln.

Colonial schaltete daraufhin die Pipeline vorsorglich ab und bezahlte etwas später 4,4 Millionen US-Dollar Lösegeld an die Erpresser. Dieses konnte jedoch mithilfe des FBI zum Teil wieder zurückerlangt werden. Darkside hatte sich wenige Tage nach dem Angriff entschuldigt und betont, dass die Gruppe keine "sozialen Folgen" habe verursachen wollen.

Die USA reagierten mit Ausnahmegenehmigungen für den Transport von Treibstoff auf der Straße, um dem Treibstoffmangel Einhalt zu gebieten. Das US-Justizministerium hat die Staatsanwaltschaften aufgrund des Pipeline-Hacks angewiesen, koordiniert gegen Ransomware-Angriffe vorzugehen und diese mit einer ähnlichen Priorität wie Terrorismus zu behandeln. Die Tankstellenbetreiber hingegen verklagen Colonial. Das Unternehmen soll ihre Einnahmeausfälle erstatten.

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