Abo
  • IT-Karriere:

Ransomware: Trojaner Fantom gaukelt kritisches Windows-Update vor

Ein Windows-Update wiegt die Nutzer in Sicherheit, haben sich die Hersteller des Erpressungstrojaners Fantom wohl gedacht. In diesem Fall ist jedoch besondere Vorsicht geboten.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Dateieigenschaften des Erpressungstrojaners a.exe.
Die Dateieigenschaften des Erpressungstrojaners a.exe. (Bild: bleepingcomputer.com)

Der Trick mag leicht zu durchschauen sein, doch für arglose Nutzer könnte er böse Folgen haben: Ein neuer Erpressungstrojaner gibt vor, ein kritisches Sicherheitsupdate von Microsoft zu sein. Wie die Website bleebingcomputer.com unter Berufung auf den Sicherheitsexperten Jakub Kroustek vom Antivirenhersteller AVG berichtet, enthalten die Dateieigenschaften der Ransomware Fantom (a.exe) entsprechende Angaben.

Stellenmarkt
  1. Universität Paderborn, Paderborn
  2. Putzmeister Holding GmbH über KKC Berater Personalberatung, Aichtal

Doch nicht nur das: Wenn die Datei ausgeführt wird, startet demnach ein weiterer Prozess (WindowsUpdate.exe). Dieser gaukele dem Nutzer vor, dass tatsächlich ein Windows-Update ausgeführt werde. Stattdessen verschlüssele der Trojaner im Hintergrund die Dateien des Nutzers. Zwar lasse sich der Update-Bildschirm mit der Tastenkombination Alt + F4 schließen, doch das stoppe die Verschlüsselung nicht.

Verbreitungsweg unklar

Die Ransomware verschlüsselt die Dateien dem Bericht zufolge mit dem Standard AES 128 und ergänzt sie mit der Dateiendung .fantom. In jedem verschlüsselten Verzeichnis findet sich zudem die Hinweisdatei DECRYPT_YOUR_FILES.HTML. In der Datei wird der Nutzer in schlechtem Englisch aufgefordert, per Mail mit den Erpressern Kontakt aufzunehmen und das Lösegeld zu bezahlen. Dem Nutzer soll angeblich nur eine Woche bleiben, um seine Daten wiederherzustellen. Dann werde der Schlüssel vernichtet, schreiben die Kriminellen.

Der Bericht enthält keine Angaben darüber, wie der Trojaner zu den Nutzern gelangt. Unklar scheint zudem, warum die Kriminellen überhaupt diese Form der Tarnung wählen. Erfahrene Anwender dürften kaum durch die gefälschten Dateieigenschaften dazu verleitet werden, die Datei a.exe anzuklicken. Denkbar wäre jedoch, dass die Kriminellen über gefälschte Websites angebliche Windows-Updates anbieten und unerfahrene Nutzer dadurch zur Installation verleiten könnten. Die weit verbreitete Locky-Ransomware war über infizierte E-Mail-Anhänge verschickt worden. Laut Virus Total wird Fantom von den gängigen Anti-Viren-Programmen bereits erkannt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 3,20€
  2. 4,99€
  3. 4,19€

DebugErr 29. Aug 2016

Das ist doch das erste, womit ein Skript-Kiddie seine zusammengeklickten Trojaner...

DebugErr 29. Aug 2016

IT-News für "Profis"

the_wayne 29. Aug 2016

Selbst wenn ... es wird Leute geben, die sich das Ding einfangen.


Folgen Sie uns
       


Fernsteuerung für autonome Autos angesehen

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme zeigt die Fernsteuerung von Autos über Mobilfunk.

Fernsteuerung für autonome Autos angesehen Video aufrufen
Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  2. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich
  3. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /