Ransomware: Russland nimmt Revil-Mitglieder fest

Auf Ersuchen der USA hat Russland Mitglieder und Infrastruktur der Ransomware-Gruppe Revil festgesetzt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Ransomware verschlüsselt Daten und verlangt Lösegeld.
Ransomware verschlüsselt Daten und verlangt Lösegeld. (Bild: mohamed_hassan/Pixabay)

Nach massenhaften Cyber-Angriffen auf westliche Unternehmen und Organisationen hat Russland nach eigenen Angaben Mitglieder der berüchtigten Ransomware-Gruppe Revil angeklagt. Deren Infrastruktur sei aufgelöst worden, teilte der Inlandsgeheimdienst FSB mit. Anlass der Ermittlungen sei eine entsprechende Anfrage von US-Behörden gewesen.

Bei Durchsuchungen an 14 Wohnorten von Mitgliedern seien 426 Millionen Rubel (umgerechnet 4,8 Millionen Euro) beschlagnahmt worden - zum Teil in Kryptowährungen. Zudem seien 600.000 US-Dollar und 500.000 Euro Bargeld sowie Computerausrüstung und 20 hochwertige Autos sichergestellt worden.

Bereits im November hatten internationale Ermittler mehrere Revil-Mitglieder festgenommen, die für Tausende Ransomware-Angriffe auf Organisationen und Unternehmen verantwortlich sein sollen. Diese waren unter anderem bei der Einreise aus der Ukraine nach Polen festgenommen worden.

Revil soll 200 Millionen US-Dollar erpresst haben

Mit der Revil-Software waren zum Beispiel mehrere Werke des weltgrößten Fleischkonzerns JBS lahmgelegt worden. Die Gruppe kassierte damals vom Unternehmen 11 Millionen US-Dollar Lösegeld in Kryptowährungen.

Revil steht auch im Verdacht, unter anderem hinter dem großen Angriff auf den amerikanischen IT-Dienstleister Kaseya im vergangenen Sommer zu stecken. Über eine Sicherheitslücke bei Kaseya waren Anfang Juli 2021 Hunderte Unternehmen in den USA und anderen Ländern mit Ransomware angegriffen worden.

Beim Kaseya-Angriff hatte die Gruppe Revil auf ihrer Website im Darknet 70 Millionen US-Dollar für einen Generalschlüssel zu allen betroffenen Computern verlangt. Da viele der betroffenen Kaseya-Kunden selbst IT-Dienstleister für andere Unternehmen sind, reichten die Auswirkungen der Attacke bis nach Schweden, wo die Supermarkt-Kette Coop Hunderte Läden wegen nicht funktionierender Kassensysteme nicht öffnen konnte.

Laut US-Behörden soll die Schadsoftware bis November 2021 auf 175.000 Computer weltweit eingeschleust worden sein. Mindestens 200 Millionen US-Dollar Lösegeld seien bei Angriffen mit der Software schon gezahlt worden.

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