Ransomware: Polizei hilft 1,5 Millionen Opfern mit Entschlüsselung

Durch die Bereitstellung von Entschlüsselungssoftware für Ransomware seien Milliarden eingespart worden, so Europol.

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Die Entschlüsselung nach dem Befall mit eine Ransomware kann unter Umständen schnell erfolgen.
Die Entschlüsselung nach dem Befall mit eine Ransomware kann unter Umständen schnell erfolgen. (Bild: Fa Barboza/unsplash.com)

In den vergangenen sechs Jahren hat Europol eigenen Angaben zufolge etwa 1,5 Millionen Opfern von Ransomware-Angriffen helfen können, indem die Organisation Werkzeuge zur Entschlüsselung bereitgestellt hat. Dadurch seien rund 1,5 Milliarden Euro eingespart worden, die sonst für die Zahlung einer Lösegeldforderung hätten aufgebracht werden müssen, berichtet das Magazin Motherboard unter Berufung auf eine Pressekonferenz von Europol.

Europol machte diese Angaben anlässlich des sechsten Jubiläums der Initiative No More Ransom mit dazugehörigem Onlineportal. Ziel der Initiative ist es, die Polizeien und Behörden in Europa mit Privatunternehmen auch aus dem IT-Sicherheitssektor zusammenzubringen, um Werkzeuge und Hilfe für Ransomware-Opfer bereitstellen zu können. Ebenso sollen mögliche Bedenken abgebaut werden, die Sicherheitsbehörden nach einem erfolgten Angriff zu involvieren.

Gegründet worden sei das Projekt, nachdem ein Mitarbeiter eines niederländischen Internet-Providers einen Command-and-Control-Server für eine Ransomware in der eigenen Infrastruktur gefunden habe. Nach der Beschlagnahmung des Servers durch die Behörden fanden sich darauf auch die für die Ransomware-Kampagne genutzten Schlüssel. So konnte den Betroffenen schnelle Hilfe angeboten und deren Daten entschlüsselt werden.

Bis jetzt konnte die Initiative laut Angaben von Europol 136 kostenfreie Werkzeuge bereitstellen, die für 165 Ransomware-Varianten genutzt werden könnten. An der Kooperation sollen sich derzeit rund 190 Unternehmen und Behörden beteiligen, die kontinuierlich an neuen Varianten und Werkzeugen arbeiteten.

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