Ransomware: Nürnberger Elektronikhersteller Semikron gehackt

Eine Ransomwaregruppe will Daten abgegriffen haben. Der Elektronikhersteller schließt dies noch nicht aus.

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Bei einem Ransomwareangriff werden Daten verschlüsselt - und häufig zuvor kopiert.
Bei einem Ransomwareangriff werden Daten verschlüsselt - und häufig zuvor kopiert. (Bild: Schluesseldienst/Pixabay)

Der Nürnberger Elektronikhersteller Semikron wurde mit einer Ransomware angegriffen. Der Angriff habe zu einer teilweisen Verschlüsselung der IT-Systeme und dort enthaltener Dateien geführt, teilte das Unternehmen am 1. August 2022 mit. Ob Daten abhanden gekommen sind, sei derzeit unklar.

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"Im Rahmen dieses Angriffs haben die Täter behauptet, Daten aus unserem System entwendet zu haben. Ob dies der Fall ist und welche Daten dies genau sind, wird gerade untersucht", teilt der Elektronikhersteller auf seiner Webseite mit.

Viele Ransomwaregruppen setzen auf das sogenannte Double Extortion, bei dem die Opfer nicht nur mit den verschlüsselten Daten erpresst werden, sondern auch damit gedroht wird, eine Kopie der Daten zu veröffentlichen.

"Sobald genauere Informationen über einen etwaigen Datenabfluss vorliegen, werden die betroffenen Kunden und Vertragspartner informiert", schreibt Semikron. Die zuständigen Behörden seien bereits informiert worden. Derzeit würde das Netzwerk sowie die IT-Systeme einer forensischen Untersuchung unterzogen - dabei unterstützten externe Cybersicherheits- und Forensik-Experten.

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Gleichzeitig arbeite man auch daran, wieder arbeitsfähig zu werden. Derzeit sei das Unternehmen eingeschränkt arbeitsfähig. Über eine Lösgeldforderung ist bisher noch nichts bekannt.

Ransomwareangriff auf IT-Dienstleister

Erst kürzlich war ein umfangreicher Ransomwareangriff auf einen IT-Dienstleister bekannt geworden, welcher den Energieversorger Entega, IT-Systeme der Frankfurter Entsorgungs- und Service-Gruppe (FES) sowie des Darmstädter Verkehrsunternehmens Heag und der Mainzer Stadtwerke samt Nahverkehrsunternehmen einschränkte.

Die Unternehmen waren anfangs davon ausgegangen, dass keine Kundendaten kopiert wurden, mittlerweile wurden zahlreiche persönliche Daten von Kunden, Angestellten und Geschäftspartnern des Energieversorgers Entega im Darknet veröffentlicht. Die Verbraucherschutzzentrale rät Betroffenen, die Kontobewegungen im Auge zu behalten, betont jedoch auch, dass es keinen Grund zur Panik gebe.

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