Ransomware: Mainzer Stadtwerke starten neue Homepage nach IT-Angriff

Nach dem Ransomware-Angriff auf einen IT-Dienstleister in Hessen reagieren die Mainzer Stadtwerke schnell und unbürokratisch.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die Mainzer Stadtwerke versuchen, wieder verfügbar zu sein.
Die Mainzer Stadtwerke versuchen, wieder verfügbar zu sein. (Bild: Mainzer Stadtwerke via Internet Archive)

Nach einem Hackerangriff sind die Mainzer Stadtwerke wieder online erreichbar. In einem ersten Schritt seien neue Internetauftritte und E-Mail-Kontaktkonten erstellt worden, um Informationen bereitstellen und Kontaktmöglichkeiten anbieten zu können, teilten die Stadtwerke am Donnerstag mit. Die neue Hauptseite sei erreichbar unter www.mainzer-stadtwerke.info. Ansonsten werde weiter an der Lösung der Probleme gearbeitet. Der Schritt der Stadtwerke ist dabei eher unkonventionell, da offenbar eine komplett neue Infrastruktur samt neuem Domain-Name und ähnlichem etabliert worden ist. Dieses Vorgehen ist aber zumindest schneller als die Instandsetzung der alten Systeme.

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Der hessische IT-Dienstleister Count and Care war Opfer eines Hackerangriffs geworden, zu den betroffenen Kunden gehören auch der Energieversorger Entega, die Frankfurter Entsorgungs- und Service-Gruppe (FES) sowie das Darmstädter Verkehrsunternehmen Heag. Der Angriff hatte auch Auswirkungen auf die Angebote der Mainzer Mobilität. Im Verkehrscenter Mainz am Hauptbahnhof sowie an den mobilen Automaten in den Straßenbahnen sei etwa kein Fahrscheinkauf möglich gewesen.

Zwar ist die Energieversorgung sichergestellt. Aber Homepages der betroffenen Unternehmen sind nicht erreichbar und so einige Online-Dienstleistungen nicht möglich. So kann in Frankfurt etwa kein Sperrmüll mehr online angemeldet werden. Tausende Beschäftigte der betroffenen Unternehmen können zudem nicht auf ihre E-Mail-Konten zugreifen.

Um welche Ransomwaregruppe es sich handelt und ob auch Daten kopiert wurden, ist derzeit nicht bekannt. Viele Ransomwaregruppen setzen auf die sogenannte Double Extortion, bei dem die Opfer nicht nur mit den verschlüsselten Daten erpresst werden, sondern auch damit gedroht wird, eine Kopie der Daten zu veröffentlichen. Die betroffenen Unternehmen gaben jedoch an, dass es bisher zumindest keinen Hinweis auf einen Zugriff auf Kundendaten gegeben habe. Laut Innenministerium unterstützen IT-Experten der Landesregierung vom zentralen Cybersicherheitszentrum Hessen3C seit Sonntag den betroffenen IT-Dienstleiter. Außerdem wurden Ermittlungen eingeleitet.

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ElMario 19. Jun 2022 / Themenstart

Wenn man nur hin und wieder ein paar Texte aktualisiert (z.B. Preise ;)) und man Plugins...

Tolal 17. Jun 2022 / Themenstart

Das wird nicht passieren, solange Versorger wie die Entaga, Mainzer Stadtwerke etc. ihre...

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