Ransomware: Lösegeldforderung nach Hackerangriff in Anhalt-Bitterfeld

Wie hoch das geforderte Lösegeld durch die Ransomware ist, ist nicht bekannt. Offen sind auch die Folgen für die Bevölkerung.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld in Köthen steht derzeit still.
Die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld in Köthen steht derzeit still. (Bild: Ralf Lotys/CC-BY-SA 2.5)

Die Angreifer auf die Computersysteme der Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld haben nach Angaben des Landeskriminalamts ein Lösegeld gefordert. Das sagte ein LKA-Sprecher in Magdeburg der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten verschiedene Medien über mögliche Forderungen berichtet.

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Zur genauen Höhe des verlangten Betrags machte der Sprecher keine Angaben. Nicht selten seien solche Lösegeldforderungen allerdings in sechs- oder siebenstelliger Höhe, so der Sprecher weiter.

Bei dem Cyberangriff vergangene Woche waren mehrere Server des Landkreises den Angaben zufolge mit sogenannter Ransomware infiziert worden, bei dem Daten verschlüsselt werden. Die Quelle der Infektion war zunächst unklar, die Untersuchungen dazu dauern an.

Lösegeldzahlung garantiert keinen Datenzugriff

Ransomware ist eine Software, mit der Angreifer Daten auf fremden Computern verschlüsseln und dann ein Lösegeld verlangen, damit die Daten wieder entschlüsselt werden und wieder darauf zugegriffen werden kann. Es gibt aber keine Garantie, dass nach Zahlung der Erpressungssumme wieder Zugriff auf die Daten besteht.

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In Anhalt-Bitterfeld wurden nach dem Angriff alle kritischen Systeme vom Netz getrennt, um einen weiteren Datenabfluss zu verhindern. Der Landkreis hatte daraufhin den Katastrophenfall ausgerufen. Wesentlicher Grund für die Maßnahme sei, dass so "die Amtshilfe von anderen Dienststellen und sonstigen Trägern öffentlicher Aufgaben angefordert, der Einsatz der Hilfsorganisationen geleitet und die Wahrnehmung dieser Aufgaben mit den Beteiligten abgestimmt" werde.

Folgen für die Bevölkerung

Seit dem Wochenende arbeiten Spezialisten und Experten aus Bundes- und Landesbehörden an der Analyse, der Identifikation und der Bekämpfung der Schadsoftware. Für den Angriff soll die Windows-Sicherheitslücke Printnightmare ausgenutzt worden sein. Über den oder die Täter ist bislang noch nichts bekannt.

Durch den Schadsoftware-Befall kommt es bei den Systemen des Landkreises zu großen Problemen. So könnten Anträge auf Sozialhilfe und deren Auszahlung nicht bearbeitet werden, heißt es in einem Bericht des MDR. Wann die Systeme wieder laufen sollen, wurde nicht bekanntgegeben.

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sixx_am 14. Jul 2021

Wenn man doch nur EINMAL die superschlauen Lasergehirne aus den Kommentaren hier...

Legacyleader 13. Jul 2021

Gestern in Köthen gewesen und nen Strafzettel bekommen. Wenigstens das geht noch puh!



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