Ransomware: Landkreis drei Monate nach IT-Angriff weiter im Notbetrieb

In den Büros in Ludwigslust, Parchim und Schwerin werden nur teilweise Bürgerdienste angeboten. Die Systeme waren mit Ransomware angegriffen worden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
In Schwerin gibt es mit den Bürgerdiensten weiter Probleme.
In Schwerin gibt es mit den Bürgerdiensten weiter Probleme. (Bild: Odd Andersen/AFP via Getty Images)

Der Bürgerservice des Landkreises Ludwigslust-Parchim ist knapp drei Monate nach einem Ransomware-Angriff noch immer teilweise im Notbetrieb. Im Bürgerbüro in Hagenow seien bis auf Weiteres keine Kreis-Dienstleistungen möglich, teilte eine Sprecherin am 7. Januar mit. In den Büros in Ludwigslust, Parchim und Schwerin seien nur Kfz-Zulassungen und Führerscheinangelegenheiten möglich, teilweise auch erst ab kommender Woche.

In anderen Bürgerbüros, etwa in Boizenburg, Lübz, Dömitz und Stralendorf, würden wieder alle Dienstleistungen angeboten. Allerdings gibt es der Sprecherin zufolge einen erheblichem Kundenandrang - unter anderem wegen der wochenlangen Einschränkungen. Die Verwaltung bittet um Verständnis für Terminvergaben und Wartezeiten. In einigen Bürgerbüros sind den Angaben nach bereits alle Termine im Januar vergeben.

Bei dem IT-Angriff im Oktober waren Server der Schweriner IT- und Servicegesellschaft (SIS) und des Kommunalservice Mecklenburg (KSM) durch die Software teilweise verschlüsselt worden. Daraufhin wurden alle Systeme zur Sicherheit heruntergefahren. Dies legte den Großteil der Bürgerservices in der Landeshauptstadt und dem angrenzenden Landkreis Ludwigslust-Parchim lahm.

Angriff traf auch das Corona-Meldesystem

Neben dem Ausfall der Bürgerdienste führte dies unter anderem auch dazu, dass der Landkreis Ludwigslust-Parchim für einige Zeit nicht mehr in der Lage dazu war, seine Corona-Infektionszahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI) zu melden

Bei dem Angriff soll die Schadsoftware DeepBlueMagic eingesetzt worden sein, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit, die in dem Fall inzwischen ermittelt. Die Malware hätten Kriminelle schon bei vorherigen vergleichbaren Attacken in Deutschland verwendet.

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