Abo
  • Services:

Ransomware: Kostenloser Dienst entschlüsselt Cryptolocker

Wer Opfer einer Erpressung durch die Ransomware Cryptolocker geworden ist, kann Hoffnung schöpfen, dass seine Dateien nicht verloren sind. Ein kostenloser Webdienst stellt Schlüssel für Betroffene zur Verfügung.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein kostenloser Webdienst bietet Hilfe für Cryptolocker-Opfer.
Ein kostenloser Webdienst bietet Hilfe für Cryptolocker-Opfer. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Von der Erpressersoftware Cryptolocker verschlüsselte Dateien können unter Umständen wieder lesbar gemacht werden. Der kostenlose Webdienst decryptolocker.com der beiden Security-Unternehmen Fireeye und Fox-IT bietet an, entsprechende Schlüssel an Nutzer zu schicken.

Stellenmarkt
  1. BAUER Maschinen GmbH, Aresing
  2. Landis + Gyr GmbH, Nürnberg

Eine Anmeldung per E-Mail ist dazu nötig. Danach können Betroffene eine einzelne Datei an den Dienst übergeben. Lässt sie sich entschlüsseln, erhält der Absender einen Link, über den er ein Wiederherstellungsprogramm herunterladen kann, das die verbleibenden Dateien ebenfalls dechiffriert. Die Unternehmen betonen, dass die Entschlüsselung nur für Opfer von Cryptolocker funktioniert. Abarten der Ransomware wie Powerlocker, Cryptowall, Cryptodefense, Onionlocker oder das jüngst auf NAS-Systemen von Synology entdeckte Synolocker lassen sich mit den von Fireeye und Fox-IT ergatterten Schlüsseln nicht dechiffrieren.

Versehentlich kopierte Schlüssel

Darüber, wie die IT-Sicherheitsunternehmen an die privaten Schlüssel der Datenerpresser gelangt sind, schweigen sie sich weitgehend aus. Offenbar gerieten die Täter im Zuge der Zerschlagung des Botnets Gameover Zeus Anfang Juni 2014 unter Druck. Über das Botnet wurde auch Cryptolocker an seine Opfer verteilt. Nach der Zerschlagung des Botnets sei ein signifikanter Rückgang bei der Verbreitung von Cryptolocker beobachtet worden, sagte Uttang Dawda von Fireeye dem Security-Blogger Brian Krebs.

Die Cryptolocker-Erpresser hätten versucht, ihre Infrastruktur zu retten. Dabei hätten sie aus Versehen die für die Verschlüsselung verwendeten privaten Schlüssel auf die Server des IT-Sicherheitsunternehmens übertragen.

Laut Fox-IT sind weltweit immer noch 155.000 Rechner mit der Ransomware infiziert. Trotz des Rückgangs der Infektionen nach der Zerschlagung des Zeus-Botnets würden weiterhin monatlich etwa 50.000 Infektionen verzeichnet. Cryptolocker sei aber mit Abstand die verbreitetste Variante von Erpressersoftware. Obwohl von einer Zahlung dringend abgeraten werde, würden sich 1,3 Prozent der Betroffenen mit den Datenerpressern einlassen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. auf ausgewählte Corsair-Netzteile

FreiGeistler 29. Okt 2014

Helfen tut, wenn man wöchentlich ein Backup auf einen externen Datenträger macht und...

tibrob 08. Aug 2014

Danke für die Diagnose Herr Dr. Freud. Schön, dass du das beurteilen kannst. Nicht.

quadronom 07. Aug 2014

Klar! Irgendwie muss man ja seine Software verkaufen können! ;)

Nerd_vom_Dienst 07. Aug 2014

Cryptolocker wird sicherlich mit neuzeitlichen Algorithmen arbeiten um möglichst...

jt (Golem.de) 07. Aug 2014

Nee. Das ist nur der Vergesslichkeit des Redakteurs geschuldet. Ist jetzt drin. Danke für...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Cruijff Arena: Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus
Cruijff Arena
Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus

Die Johann-Cruijff-Arena in Amsterdam ist weltweit das erste Stadion, das seine Energieversorgung mit einem Speichersystem sichert, das aus Akkus von Elektroautos besteht. Der englische Sänger Ed Sheeran hat mit dem darin gespeichertem Solarstrom schon seine Gitarre verstärkt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Energiewende Warum die Bundesregierung ihre Versprechen nicht hält
  2. Max Bögl Wind Das höchste Windrad steht bei Stuttgart

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

    •  /