Ransomware: Kaseya will kein Lösegeld für Entschlüsselung bezahlt haben

Nach Spekulationen betont der IT-Dienstleister Kaseya, nicht mit der Ransomware-Gruppe verhandelt oder für den Generalschlüssel bezahlt zu haben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Kaseya konnte an einen Generalschlüssel für die Ransomware gelangen - woher, ist unbekannt.
Kaseya konnte an einen Generalschlüssel für die Ransomware gelangen - woher, ist unbekannt. (Bild: GuHyeok Jeong/Pixabay)

Der jüngst von einem Ransomware-Angriff betroffene IT-Dienstleister Kaseya hat Spekulationen zurückgewiesen, er könnte Lösegeld für den Generalschlüssel zur Freischaltung der betroffenen Computer seiner Kunden gezahlt haben. Weder direkt noch über andere sei Geld an die Erpresser gegangen, betonte Kaseya nun.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter*in (m/w/d) Dokumentenmanagenement
    Paul-Ehrlich-Institut, Langen
  2. Data Science Engineer (Data & Analytics Lab) (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Die Ransomware-Gruppe Revil hatte Anfang Juli über eine Schwachstelle in der Kaseya-Software Rechner bei Dutzenden Kunden der Firma verschlüsselt. Vergangene Woche teilte Kaseya mit, man habe einen Generalschlüssel bekommen, mit dem man die blockierten Computer entsperren könne.

Die Erpresser hatten für ein solches Entschlüsselungswerkzeug zuvor 70 Millionen US-Dollar gefordert. Da Kaseya keine Angaben zur Herkunft seines Generalschlüssels machte, wurde zum Teil auch spekuliert, das Unternehmen könne ihn bei der Ransomware-Gruppe gekauft haben.

Herkunft des Generalschlüssels weiter unklar

Die US-Firma betonte nun jedoch, dass man sich dafür entschieden habe, nicht mit den Angreifern zu verhandeln: "Während jedes Unternehmen seine eigene Entscheidung treffen muss, ob es das Lösegeld bezahlt, hat Kaseya nach Rücksprache mit Experten entschieden, nicht mit den Kriminellen zu verhandeln, die diesen Angriff verübt haben, und wir sind davon nicht abgerückt", betonte Kaseya in einer Stellungnahme.

Golem Akademie
  1. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  3. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

"Daher bestätigen wir in aller Deutlichkeit, dass Kaseya kein Lösegeld gezahlt hat - weder direkt noch indirekt über eine dritte Partei -, um die Entschlüsselungssoftware zu erhalten", schreibt Kaseya. Die Herkunft des Generalschlüssels blieb unterdessen weiter unklar. Das Unternehmen versicherte aber, dass damit zu 100 Prozent bei der Attacke verschlüsselte Dateien gerettet werden könnten.

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Da viele der Kaseya-Kunden wiederum selbst IT-Dienstleister für andere Unternehmen sind, reichten die Auswirkungen bis nach Schweden, wo die Supermarkt-Kette Coop Hunderte Läden wegen nicht funktionierender Kassensysteme nicht öffnen konnte.

Betroffene Unternehmen, die entgegen Empfehlungen von Experten und Behörden bereit gewesen wären, den Erpressern Lösegeld für die Entschlüsselung ihrer Daten zu zahlen, verloren mit dem Abtauchen der Gruppe die Möglichkeit dazu. Jetzt will Kaseya sie nach und nach kontaktieren, um ihre Computer zu retten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amtlicher Energiekostenvergleich  
Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom

Vom 1. Oktober an müssen große Tankstellen einen Energiekostenvergleich aushängen. Dabei schneiden Elektroautos derzeit am besten ab.

Amtlicher Energiekostenvergleich: Benzinkosten mehr als doppelt so teuer wie Ladestrom
Artikel
  1. Roku Streambar: Soundbar mit Streamingfunktionen kostet 150 Euro
    Roku Streambar
    Soundbar mit Streamingfunktionen kostet 150 Euro

    Roku kommt nach Deutschland und bringt parallel zu externen Streaminggeräten auch eine Soundbar, um den Klang des Fernsehers aufzuwerten.

  2. Konkurrenz zu Fire-TV-Sticks: Roku bringt Streaming-Gerät für 30 Euro
    Konkurrenz zu Fire-TV-Sticks
    Roku bringt Streaming-Gerät für 30 Euro

    Die Fire-TV-Sticks von Amazon bekommen Konkurrenz. Roku kommt nach langer Wartezeit mit seinen Streaming-Geräten nach Deutschland.

  3. Diablo 2 Resurrected im Test: Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden
    Diablo 2 Resurrected im Test
    Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden

    Gelungene Umsetzung für Konsolen, überarbeitete Grafik und Detailverbesserungen: Bei Diablo 2 Resurrected herrscht Lange-Nacht-Gefahr.
    Von Peter Steinlechner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u. a. DeepCool Matrexx 55 V3 ADD-RGB WH 49,98€) • Thunder X3 TC5 145,89€ • Toshiba Canvio Desktop 6 TB ab 99€ • Samsung 970 EVO Plus 2 TB 208,48€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • WISO Steuer-Start 2021 10,39€ • Samsung Odyssey G7 499€ [Werbung]
    •  /