Ransomware: IT-Wiederaufbau in Anhalt-Bitterfeld dauert noch Wochen

Nach dem Ransomware-Angriff auf die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld macht der Wiederaufbau der IT nur langsame Fortschritte.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Rathaus in Köthen
Rathaus in Köthen (Bild: Michael Sander/CC-BY-SA 3.0)

Einen Monat nach dem Ransomware-Angriff auf die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld macht der Landkreis kleine Schritte in Richtung Normalität. Die aus Sicht der Verwaltung prioritären Dienstleistungen und die Zahlungsfähigkeit seien zwar mittlerweile sichergestellt, sagte ein Sprecher. Bis alle Mitarbeiter mit einem neuen IT-System arbeiten könnten, würden aber mindestens noch vier bis fünf Wochen vergehen.

Stellenmarkt
  1. Changemanager/in (w/m/d)
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Java Softwareentwickler (m/w/d)
    CodeCamp:N GmbH, Nürnberg
Detailsuche

Jeder einzelne Rechner müsse "plattgemacht werden", danach müssten die Anwendungen wieder aufgespielt werden. Der Landkreis hat etwa 900 Mitarbeiter und den Angaben zufolge mehr als 1.000 PCs und Laptops. Zuvor hatte der Landkreis auch die Bundeswehr um Hilfe beim Wiederaufbau gebeten.

Systeme wieder langsam einsetzbar

Seit Dienstag können in Köthen wieder Kraftfahrzeuge zugelassen werden, das funktioniert den Angaben zufolge allerdings nur dank einer Übergangslösung. In allen anderen Ämtern ist eine Zulassung daher nach wie vor nicht möglich. Weitere Bereiche wurden ausgelagert. "Unser Gesundheitsamt ist beispielsweise in Dessau tätig", sagte der Sprecher.

Viele Dienstleistungen könnten mit einer Zwischenlösung aktuell nicht umgesetzt werden. "Es ist alles wichtig, aber wir müssen prioritär handeln. Und Priorität hat die neue Infrastruktur."

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe
Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  2. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  3. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
Weitere IT-Trainings

Am 6. Juli 2021 waren Server des Landkreises aus zunächst unbekannter Quelle mit einer Schadsoftware infiziert worden. In der Folge wurden Dateien verschlüsselt. Nach einer Geldzahlung sollten die Daten wieder freigegeben werden, der Landkreis lehnte jedoch eine Lösegeldzahlung ab. Am 9. Juli wurde der Katastrophenfall ausgerufen, um schneller auf die Situation reagieren zu können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


luckyfreddy 07. Aug 2021 / Themenstart

Vielleicht sind nicht die Backups das Problem, sondern die Unwissenheit über die Quelle...

scrumdideldu 06. Aug 2021 / Themenstart

Wieso nur kann ich im Nachbarlandkreis kein Auto zulassen? Wieso muss ich zwingend für...

grorg 06. Aug 2021 / Themenstart

Irgendwie müssen die sich ja vernünftige Schuhe und Zelte finanzieren, wenn Flinten...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /